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Tod bei missglücktem Verhör? : Saudi-Arabien will offenbar Tod von Khashoggi gestehen

  • Aktualisiert am

Sicherheitskräfte betreten in Istanbul das Konsulat von Saudi-Arabien. Bild: dpa

Die Türkei beschuldigt Saudi-Arabien, den verschwundenen Journalisten Jamal Khashoggi getötet zu haben. Riad weist dies zurück. Einem CNN-Bericht zufolge habe es jedoch einen Einsatz ohne Genehmigung gegeben.

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          Saudi-Arabien steht einem Medienbericht zufolge kurz vor dem Eingeständnis, dass der verschwundene Journalist Jamal Khashoggi bei einem schief gelaufenen Verhör ums Leben gekommen sei. Ein entsprechender Bericht sei in Arbeit, berichtete der amerikanische Sender CNN am Montag unter Berufung auf zwei namentlich nicht genannte Personen. Darin dürfte erklärt werden, dass der Einsatz ohne Genehmigung erfolgt sei und dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen würden. Ein Insider habe allerdings eingeschränkt, dass am Text noch gearbeitet werde.

          Derweil durchsuchten türkische Ermittler erstmals das saudi-arabische Konsulat in Istanbul, wo Khashoggi vor zwei Wochen zuletzt gesehen worden war. Die Ermittler betraten das Gebäude am Montagabend und verließen es nach acht Stunden in den frühen Morgenstunden des Dienstag. Sie nahmen dabei mehrere Proben mit – unter anderem von Erde des Konsulatsgartens, wie ein Behördenvertreter vor Ort sagte.

          Der regierungskritische Journalist war am 2. Oktober zuletzt gesehen worden. Die Türkei beschuldigt Saudi-Arabien, Khashoggi getötet und seine Leiche fortgeschafft zu haben. Die Regierung in Riad weist dies zurück. Dort wird am Dienstag zudem der amerikanische Außenminister Mike Pompeo erwartet.

          Es werde „alles durchsucht“

          CNN berichtete unter Berufung auf das Außenministerium in Ankara, die Ermittler hätten vor allem nach DNA-Spuren des verschwundenen Journalisten gesucht. Es werde „alles durchsucht“ – auch die nahe gelegene Residenz des Konsuls werde inspiziert. Die Ermittler erhoffen sich dadurch Aufklärung um den Verbleib des saudischen Regimekritikers und Journalisten.

          Das Versprechen zur Durchsuchung des Konsulats hatte die saudi-arabische Regierung nach türkischen Angaben schon vergangene Woche gegeben, zunächst aber nicht erfüllt. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Sonntagabend erstmals mit dem saudischen König Salman über das Verschwinden Khashoggis gesprochen. Der amerikanische Präsident Donald Trump telefonierte ebenfalls mit Salman und will seinen Außenminister Mike Pompeo nach Saudi-Arabien schicken, um über den Fall zu sprechen.

          Khashoggi, der als Kolumnist für die „Washington Post“ gearbeitet hatte, wollte am 2. Oktober Papiere für die Hochzeit mit seiner türkischen Verlobten im Konsulat abholen und ist seitdem verschwunden. Die türkischen Behörden gehen nach Medienberichten davon aus, dass er von einem aus Saudi-Arabien angereisten Sonderkommando getötet wurde. Es soll demnach Video- und Tonaufnahmen von dem Mord geben. Die Regierung in Riad weist dies zurück.

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