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Krieg im Jemen : Saudi-Arabien verzichtet auf Hilfe der amerikanischen Luftwaffe

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Ein saudi-arabischer F-15-Kampfjet landet nach einer Operation im Jemen auf der Kahmi Mushayt Militärbasis. Bild: AFP

Nach dem Mord an dem saudischen Journalisten Jamal Khashoggi steigerte sich die Kritik an der amerikanischen Unterstützung Riads. Nun beenden die Vereinigten Staaten die Luftbetankung saudi-arabischer Flugzeuge im Jemen.

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          Die von Saudi-Arabien im Jemen geführte Koalition will künftig auf amerikanische Hilfe bei der Betankung ihrer Flugzeuge verzichten. Die saudi-arabische Nachrichtenagentur Saudi Press Agency berichtete am frühen Samstagmorgen unter Berufung auf eine Mitteilung der Regierung, die Koalition habe ihre eigenen Fähigkeiten bei der Luftbetankung in dem Bürgerkriegsland gesteigert. und in Abstimmung mit Washington die Beendigung von deren Unterstützung beantragt. Die Entscheidung sei in Konsultationen mit Washington getroffen worden. Die Vereinigten Staaten liefern Saudi-Arabien auch Waffen und militärische Geheimdiensterkenntnisse.

          Die amerikanische Regierung bestätigte die Angaben. Verteidigungsminister Jim Mattis erklärte, die Vereinigten Staaten unterstützten die „Entscheidung“ Riads, die Kooperation bei der Luftbetankung ihrer Kampfflugzeuge zu beenden. Die Koalition habe entschieden, „ihre eigenen militärischen Kapazitäten zu nutzen“. Die Vereinigten Staaten waren bislang für die Betankung von rund einem Fünftel der Koalitionsflugzeuge, die im Jemen im Einsatz waren, zuständig.

          Angesichts zahlreicher ziviler Opfer bei Luftangriffen im Jemen hat die internationale Kritik an dem von Saudi-Arabien geführten Militäreinsatz zuletzt stark zugenommen. Besonders nach dem Mord an dem saudischen Journalisten Jamal Khashoggi im Istanbuler Konsulat seines Landes verschärften sich die Vorwürfe an die Vereinigten Staaten wegen ihrer Unterstützung Riads.

          Im Jemen herrscht seit 2014 ein Krieg zwischen schiitischen Huthi-Rebellen und den vom sunnitischen Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi.  Nach UN-Angaben wurden bereits rund 10.000 Menschen in dem Konflikt getötet, unter ihnen tausende Zivilisten.

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