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Houthi-Rebellen unter Verdacht : Saudi-Arabien meldet Drohnenangriff auf Ölpipeline

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Ein Mitarbeiter des staatlichen saudischen Ölkonzerns Saudi Aramco in der Ölraffinerie Ras Tanura (Archivbild aus dem Mai 2018) Bild: Reuters

Nach dem Angriff auf zwei saudische Ölpumpstationen hat der staatliche Ölkonzern Saudi Aramco aus Sicherheitsgründen den Betrieb der Ost-West-Pipeline eingestellt. Das wirkt sich auch auf den Ölpreis aus.

          In Saudi-Arabien sind nach offiziellen Angaben zwei Ölpumpstationen von bewaffneten Drohnen angegriffen worden. Der staatliche Ölkonzern Saudi Aramco habe aus Sicherheitsgründen den Betrieb der Ost-West-Pipeline eingestellt, über die Öl aus der Ostprovinz in den Hafen Janbu am Roten Meer transportiert wird, teilte Saudi-Arabiens Energieminister Chalid al Falih am Dienstag mit. Durch den Angriff sei an einer der angegriffenen Pumpstationen ein Feuer ausgebrochen und Sachschaden entstanden.

          Der Vorfall ereignete sich nur wenige Tage, nachdem auch aus den benachbarten Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) Sabotageakte an Öltankern gemeldet worden waren. Energieminister al Falih verurteilte den Angriff. Es sei nicht nur ein Angriff auf Saudi-Arabien, sondern auf die Sicherheit der Öltransporte in der gesamten Welt.

          Ölpreise steigen

          Für den Angriff könnten die schiitischen Houthi-Rebellen aus dem Jemen verantwortlich sein. Sieben Drohnen hätten am Dienstag Angriffe gegen wichtige Ziele in Saudi-Arabien ausgeführt, berichtete der jemenitische Fernsehsender „Al-Masirah“ mit Verweis auf Militärkreise. Das Medienunternehmen steht unter Kontrolle der Houthi-Rebellen. Demnach habe es sich um Vergeltung für die kontinuierlichen Angriffe Saudi-Arabiens gegen den Jemen gehandelt.

          Die Ölpreise sind am Dienstag nach Berichten über den Angriff gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete gegen Mittag 71,33 Dollar. Das waren 1,10 Dollar mehr als am Montag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 72 Cent auf 61,76 Dollar.

          Im Jemen kämpft eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition auf der Seite der international anerkannten Regierung des Landes gegen die von Iran unterstützten Houthi-Rebellen. Diese hatten 2014 die Hauptstadt Sanaa und große Teile des Nordjemens eingenommen.

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