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Machtverschiebung : Warum Saudi-Arabien wieder die Nummer eins in der Golfregion ist

Nicht mehr beste Freunde, wie hier noch 2019: Die Kronprinzen von Saudi Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten Bild: Reuters

In den vergangenen Jahren war es den Vereinigten Arabischen Emiraten immer wieder gelungen, Saudi-Arabien vor sich herzutreiben, zum Beispiel im Jemen. Das hat sich mit dem Amtsantritt von Joe Biden geändert.

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          Als das erstes arabisches Staatsoberhaupt hat Präsident Joe Biden den jordanischen König Abdullah empfangen. Biden zog damit einen Schlussstrich unter die Vorzugsbehandlung der Golfstaaten im Weißen Haus. Sein Vorgänger Donald Trump hatte im Mai 2017 als Ziel seiner ersten Auslandsreise Saudi-Arabien gewählt. Ihn begleitete Verteidigungsminister damals Jim Mattis, der noch als General drei Jahre zuvor die benachbarten Vereinigten Arabischen Emirate zum „Little Sparta“ geadelt hatte.

          Rainer Hermann
          Redakteur in der Politik.

          In seinem Kampf gegen Iran und in seinem Bemühen, Anerkennung für Israel zu finden, verließ sich Trump auf die beiden Schwergewichte Saudi-Arabien und die Emirate. Nach emiratischer Vorstellung war klar, wer von beiden die Richtung vorgibt. Yusuf al-Otaiba, ihr Botschafter in Washington, schrieb, nachzulesen in einer von Wikileaks 2017 verbreiteten E-Mail, die Emirate setzten Saudi-Arabien ein, um ihre Ziele zu erreichen. So war es auch. In den Konflikten um den Jemen, um Qatar und Ägypten trieben jeweils die Emirate Saudi-Arabien vor sich her.

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