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Saudi-Arabien : Amnesty meldet alarmierenden Anstieg von Hinrichtungen

  • Aktualisiert am

Außenminister Frank-Walter Steinmeier bei seinem Saudi-Arabien-Besuch im Oktober Bild: dpa

Die Todesstrafe droht in Saudi-Arabien nicht nur Mördern, sondern auch Räubern und Drogenhändlern. Vollstreckt wurde sie laut Menschenrechtsaktivisten in diesem Jahr so oft wie zuletzt vor zwei Jahrzehnten.

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          In Saudi-Arabien sind nach Angaben von Amnesty International in diesem Jahr bereits 151 Menschen hingerichtet worden. Dies sei die höchste Zahl seit 1995, als 192 Todesurteile vollstreckt worden sein, teilte die Menschenrechtsorganisation am Montag mit. Im Vergleich zum Gesamtjahr 2014, als insgesamt 90 Menschen exekutiert wurden, sei dies ein alarmierender Anstieg um 68 Prozent.

          Hinrichtungen seien unter allen Umständen „abscheulich“, es sei jedoch besonders beunruhigend, in welchem Maße Saudi-Arabien die Menschenrechte missachte und Menschen nach oftmals unfairen und politisch motivierten Prozessen exekutiere, teilte die Organisation mit.

          In dem erzkonservativen Königreich werden Vergewaltigung, Mord, Abkehr von der Religion, Raub und Drogenhandel mit der Todesstrafe geahndet – in Anwendung einer rigorosen Auslegung der Scharia. Saudi-Arabien steht wegen Menschenrechtsverletzungen immer wieder in der Kritik. Ende Oktober hatte der Oberste Gerichtshof das Todesurteil gegen den schiitischen Geistlichen Scheich Nimr al-Nimr, dessen Neffen sowie zwei Minderjährige bestätigt. Sie waren wegen Protesten gegen das sunnitische Königshaus verhaftet worden.

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