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Italiens Flüchtlingslager : Salvini schließt das Symbol des Scheiterns

„Heute ist ein schöner Tag für die Legalität“: Salvini am Dienstag in Mineo Bild: AFP

Das Aufnahmezentrum von Mineo auf Sizilien war Inbegriff einer misslungenen Migrationspolitik. Innenminister Salvini hat es nun geschlossen – und kann sich vor Freude darüber kaum noch halten.

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          Schon morgens um Neun ist es heiß, aber etwa zwei Dutzend Menschen haben sich vor dem streng bewachten Eingangstor zum „Centro di Accoglienza per Richiedenti Asilo“, dem „Willkommenszentrum für Asylbewerber“, in Mineo auf Sizilien eingefunden. Sie machen einen „Sitzstreik für die Willkommenskultur“ und protestieren damit gegen die unmittelbar bevorstehende Schließung des Zentrums. Die Demonstranten haben die roten Fahnen des Gewerkschaftsverbands CGIL aufgestellt, Plakate und Transparente aufgehängt. Darauf steht zum Beispiel: „Willkommenskultur heißt Brücken statt Mauern bauen.“ Oder: „900 Arbeiter aus Mineo und viele Migranten stehen auf der Straße.“

          Matthias Rüb

          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          In Italien sind Flüchtlingslager unter der Abkürzung „Cara“ bekannt. „Caras“ wurden in den vergangenen Jahren in ganz Italien eingerichtet – zur Aufnahme, Registrierung und Erstversorgung von Flüchtlingen und Migranten. Die meisten Zentren befinden sich im Süden des Landes, zumal auf Sizilien, weil dort und auf der zur Region Sizilien gehörenden Mittelmeerinsel Lampedusa auch die meisten Flüchtlinge angekommen sind.

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