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Präsident Putin : „Amerika ist die letzte verbliebene Supermacht“

  • Aktualisiert am

Russlands Präsident Wladimir Putin während einer Pressekonferenz in St. Petersburg am Freitag Bild: Reuters

Russlands Präsident geht auf Schmusekurs mit Amerika und der Europäischen Union. In St. Petersburg sind ungewohnt konziliante Töne von Wladimir Putin zu hören.

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          Nach zuletzt harschen Tönen gegenüber den Vereinigten Staaten und der EU zeigt sich der russische Präsident Wladimir Putin versöhnlich. Die Vereinigten Staaten seien vermutlich die letzte verbliebene Supermacht, sagte er am Freitag beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg. „Wir akzeptieren das. Wir sind bereit, mit den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten.“

          Putin ging auch auf die Europäische Union zu, die in der kommenden Woche voraussichtlich ihre wegen des Ukraine-Konflikts verhängten Sanktionen gegen Russland verlängern wird. „Wir hegen keinen Groll und sind bereit, unseren europäischen Partnern entgegenzukommen“, erklärte Putin. „Aber das kann natürlich keine Einbahnstraße sein.“ Die EU bleibe aber ein wichtiger Handelspartner für Russland.

          Putins Worte über die Supermacht Amerika sind ungewöhnlich: Der amerikanische Präsident Barack Obama hatte Russland einst als Regionalmacht bezeichnet und damit bei Putin für Verärgerung gesorgt. Putin erklärte, Russland setze auf ein gutes Verhältnis zu den Vereinigten Staaten - unabhängig davon, wer die Präsidentenwahl im November gewinne.

          Kürzlich hatte Putin den republikanischen Bewerber für die Präsidentschaftskandidatur, Donald Trump, als „sehr talentiert“ bezeichnet. Damit löste er Spekulationen aus, er bevorzuge Trump als Nachfolger Obamas. Bei seiner Rede in St. Petersburg bemühte er sich aber, diesem Eindruck zu widersprechen und betonte auch die „herzlichen Beziehungen“, die die Vereinigten Staaten unter dem früheren Präsidenten Bill Clinton zu Russland gehabt hätten. Clintons Frau Hillary ist die Bewerberin der Demokraten um das höchste Amt in den Vereinigten Staaten.

          Die EU und die Vereinigten Staaten hatten im Russland-Ukraine-Konflikt Sanktionen gegen die Regierung in Moskau verhängt. Auslöser sind die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim und der Vorwurf einer militärischen Beteiligung Russlands am Aufstand pro-russischer Separatisten in der Ostukraine.

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