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Krim : Amerikaner verurteilen Brückeneröffnung

  • Aktualisiert am

Brücke zwischen der Krim und dem russischen Festland Bild: Reuters

Russlands neue Brücke zur Halbinsel Krim stößt im Westen auf Kritik. Die Amerikaner beklagen eine Verletzung des internationalen Rechts. Großbritannien spricht von einem gefährlichen Verhalten.

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          Die Vereinigten Staaten haben die Einweihung einer Brücke zwischen der Schwarzmeerhalbinsel Krim und dem russischen Festland verurteilt. Der russische Bau der Brücke zeige, dass Russland sich weiterhin „über internationales Recht hinwegsetzen“ wolle, erklärte die Sprecherin des amerikanischen Außenministeriums, Heather Nauert, am Dienstag. Mit der Brücke wolle Russland die „unrechtmäßige Beschlagnahme“ von ukrainischem Gebiet untermauern.

          Die „Krim ist ein Teil der Ukraine“, erklärte Nauert. Die Brücke sei ohne Genehmigung der ukrainischen Regierung gebaut worden. Die Vereinigten Staaten seien weiterhin „der Souveränität und territorialen Integrität der Ukraine“ verpflichtet; alle bestehenden amerikanischen Sanktionen blieben „bis zur Rückgabe der Kontrolle über die Halbinsel durch Russland an die Ukraine“ in Kraft.

          Vier Jahre nach der Annexion der Krim hatte Russlands Staatschef Wladimir Putin die 19 Kilometer lange Brücke über der Meerenge von Kertsch am Dienstag eröffnet. Dazu fuhr Putin am Steuer eines Lastwagens über die Brücke.

          Neben den Vereinigten Staaten kritisierten auch die Ukraine und die EU den Brückenbau. Großbritannien erklärte, es handle sich um ein „weiteres Beispiel für das gefährliche Verhalten Russlands“.

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