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Repression auf der Krim : „Eines Tages wachen wir auf und sind frei“

Nariman Dscheljal wurde zu 17 Jahren Haft verurteilt Bild: TASS/Picture Alliance

Russland verurteilt den letzten Anführer der Krimtataren auf der Halbinsel zu 17 Jahren Haft. Seit der Annexion fallen dort häufig solche Urteile. Nariman Dscheljal glaubt dennoch fest an einen ukrainischen Sieg.

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          Nariman Dscheljal hätte viele Möglichkeiten gehabt, die Krim zu verlassen. Aber für den 42 Jahre alten Journalisten und Politikwissenschaftler ist die ukrainische, vor achteinhalb Jahren von Russland annektierte Halbinsel eine wiedergewonnene Heimat, die er nicht mehr verlieren will.

          Friedrich Schmidt
          Politischer Korrespondent für Russland und die GUS in Moskau.

          Dscheljal gehört zur Minderheit der Krimtataren. Die Volksgruppe wurde 1944 unter Stalin in verschlossenen Güterzügen nach Zentralasien deportiert, Zehntausende kamen dabei um. Dscheljal wurde in Usbekistan geboren, konnte mit seiner Familie erst Ende der Achtzigerjahre auf die Krim zurückkehren – solche Lebensläufe haben viele Krimtataren.

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