Russland und der Fall Skripal :
„Ein Zeichen für Putins Verzweiflung“

Von Boris Reitschuster
Lesezeit: 4 Min.
Behandelt den Geheimdienst anders als früher: Der russische Präsident Wladimir Putin
Der russische Geheimdienst-Fachmann Andrej Soldatow betrachtet den Giftanschlag auf Skripal als Tabu-Bruch, der gegen alle Geheimdienst-Logik verstößt. Im Gespräch vermutet er einen politischen Auftrag aus dem Kreml.
Steckt Moskau hinter dem Giftanschlag auf Sergej Skripal in Großbritannien?

Das verwendete Gift weist nach Russland. Zudem war der Aufwand für so eine Tat riesig, nur Moskau hatte ein nachvollziehbares Motiv, und Russland war ja bereits mehrfach in solche Taten verstrickt. Allein deshalb müsste die Reaktion Moskaus sein, mit London zusammenzuarbeiten und alles zu tut, um zur Aufklärung beizutragen. Auch aus Gründen der eigenen Sicherheit, um neue Anschläge dieser Art zu vermeiden. Doch was erleben wir? Genau das Gegenteil. Ständig neue absurde Versionen, die Moskau auftischt. Wenn der Hauptverdächtige statt zu kooperieren Nebelkerzen zündet, belastet ihn das zusätzlich.

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