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Russland : Reale Gefahr

Destruktives Verhalten ist ein Kennzeichen der russischen Außenpolitik. Speziell die Gefahr von Cyber-Attacken muss ernst genommen werden.

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          In immerhin einer Kategorie hat es Russland aus britischer Sicht in die Spitzengruppe geschafft: bei der Bedrohung der nationalen Sicherheit, gleich hinter islamistischen Terroristen und potentiell noch immer gewalttätigen irisch gesinnten Nationalisten in Nordirland. Das ist eine Gesellschaft, in der sich der Kreml nicht gerne sieht, der gerne eine in aller Welt respektierte Großmacht sein möchte.

          Aber er hat viel dafür getan, dass er mit guten Gründen so wahrgenommen wird. Schon vor der Zuspitzung im Verhältnis zwischen Russland und dem Westen durch den Konflikt in der Ukraine war destruktives Verhalten ein Kennzeichen der russischen Außenpolitik: Das Schaffen von Schwierigkeiten für andere und Blockadehaltung waren in vielen Fällen prägender als die Suche nach pragmatischen Lösungen.

          In einer Situation des offenen politischen Konflikts muss daher die Gefahr ernst genommen werden, die von Cyber-Attacken aus Russland ausgehen kann. Sie können nicht nur mit relativ überschaubarem Aufwand verwirklicht werden, sondern auch so vorgetragen werden, dass die Spuren verwischt werden.

          Reinhard Veser
          Redakteur in der Politik.

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