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Mobilmachung in Russland : „Unsere Kinder sind kein Dünger!“

Russische Rekruten vor einem Rekrutierungsbüro in der Stadt Krasnodar Bild: AP

In den Regionen macht sich Unmut über die Massenmobilisierung breit. Im Gebiet Irkutsk wird auf einen Wehrkommissar geschossen, in Dagestan gibt es Proteste. Eine Viertelmillion Russen soll das Land schon verlassen haben.

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          „Jetzt fahren wir alle nach Hause“ soll ein 25 Jahre alter Mann gerufen haben, bevor er am Montagmittag in der Stadt Ust-Ilimsk im sibirischen Gebiet Irkutsk auf den örtlichen Wehrkommissar schoss. Letzterer wurde nach Angaben der Behörden schwer verwundet. Videoaufnahmen aus der Wehrersatzstelle sollen den Vorfall zeigen; das Opfer bricht zusammen, Leute rennen schreiend davon.

          Friedrich Schmidt
          Politischer Korrespondent für Russland und die GUS in Moskau.

          Medien berichteten zunächst, der Schütze, der festgenommen wurde, habe selbst einen Einberufungsbefehl erhalten; dann aber wurde die Mutter des jungen Mannes zitiert, nicht ihr Sohn sei einbestellt worden, sondern dessen bester Freund. Ihr Sohn sei „sehr verärgert darüber gewesen, weil sein Freund nicht in der Armee gedient hat. Sie sagten, es wird eine Teilmobilmachung, und es stellt sich heraus, dass sie alle nehmen.“

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