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Russland : Neuer Anschlag in Wolgograd war Selbstmordattentat

  • Aktualisiert am

Vollkommen zerstört: Bus der Linie N15 Bild: REUTERS

Nur einen Tag nach einem Anschlag im Bahnhof ist in der südrussischen Stadt Wolgograd wieder ein Selbstmordattentat verübt worden - diesmal in einem Bus. 14 Menschen wurden getötet. Das Olympische Komitee sieht trotzdem keine Gefahr für die Winterspiele.

          Der Anschlag auf einen Linienbus in der südrussischen Stadt Wolgograd ist der Ermittlungsbehörde zufolge von einem Selbstmordattentäter verübt worden. „Die Leiche wurde sichergestellt, jetzt läuft die Identifizierung“, sagte ein Sprecher der Behörde am Montag der Agentur Interfax.

          Die Bombe habe eine Sprengkraft von mindestens vier Kilogramm TNT gehabt und sei mit Metallstücken gefüllt gewesen. „Die Teile waren identisch mit dem Inhalt der Bombe am Sonntag im Bahnhof von Wolgograd“, sagte Markin. Nach Angaben der Rettungskräfte wurden bei der Explosion am Montag mindestens 14 Menschen getötet und etwa 28 verletzt.

          Inlandsgeheimdienst ermittelt

          Der russische Staatspräsident Wladimir Putin beauftragte den Inlandsgeheimdienst FSB, sich in die Ermittlungen einzuschalten. Der Präsident habe sich dazu mit FSB-Chef Alexander Bortnikow beraten, teilte der Kreml mit. Putin traf sich auch mit Ministerpräsident Dmitrij Medwedjew. Beide Politiker bekräftigten, dass die Terrorakte nicht ungesühnt bleiben dürften.

          Zwei Anschläge innerhalb von zwei Tagen in Wolgograd Bilderstrecke

          Zum Zeitpunkt der Explosion sei der Bus der Linie N15, die von einer Plattenbausiedlung in das Stadtzentrum führt, voll besetzt gewesen, sagte ein Mitglied der Rettungskräfte. Die Detonation habe das Fahrzeug völlig zerstört. „Der Knall war kilometerweit zu hören.“

          Der aktuelle Anschlag ist bereits der dritte innerhalb weniger Monate. Am 21. Oktober hatte sich eine junge Frau in einem Bus in Wolgograd in die Luft gesprengt und sechs Menschen mit in den Tod gerissen. Als Attentäterin machten die Behörden seinerzeit die Frau eines radikalen Islamisten aus der russischen Teilrepublik Dagestan im Kaukasus aus. Am Sonntag waren durch einen Selbstmordanschlag im Bahnhof der Stadt mindestens 17 Menschen getötet worden.

          IOC: Keine Gefahr für die Winterspiele

          In der Region beginnen in knapp sechs Wochen die Olympischen Winterspiele im etwa 700 Kilometer von Wolgograd entfernten Sotschi. Islamistische Rebellen aus der Kaukasus-Region hatten gedroht, das Großereignis mit allen Mitteln verhindern zu wollen.

          Das Internationale Olympische Komitee sieht trotz der Bombenanschläge keine Gefahr für die Sicherheit bei den Winterspielen. Die russischen Behörden seien für die Sicherheit während der Olympischen Wettkämpfe im Februar zuständig, und das IOC zweifele nicht daran, dass sie dieser Aufgabe gewachsen seien, sagte eine Sprecherin am Montag.

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