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Kreml reagiert auf Amerika : Russland nennt neue Sanktionen „inakzeptabel“

  • Aktualisiert am

Kremlsprecher Dmitrij Peskow bei einer Pressekonferenz in St. Petersburg Bild: Reuters

Die Vereinigten Staaten haben neue Sanktionen gegen Russland angekündigt – wegen des Giftanschlags auf den Doppelagenten Skripal. Putin lässt seinen Sprecher reagieren.

          Der Kreml hat die neuen amerikanischen Sanktionen gegen Russland als „inakzeptabel“ kritisiert. Die Verbindung der neuen Strafmaßnahmen mit dem Fall des ehemaligen russischen Doppelagenten Sergej Skripal im britischen Salisbury im März sei „absolut inakzeptabel“, sagte Kremlsprecher Dmitrij Peskow am Donnerstag vor Journalisten. Moskau hoffe allerdings weiterhin auf „konstruktive Beziehungen zu Washington“.

          Die Vereinigten Staaten hatten wegen des Giftanschlags auf Skripal und dessen Tochter in Großbritannien weitere Sanktionen gegen Russland verhängt. Die Strafmaßnahmen sollen in etwa zwei Wochen in Kraft treten und zielen auf Exporte bestimmter Technologien.

          Skripal und seine Tochter waren Anfang März in England durch den Nervenkampfstoff Nowitschok schwer verletzt worden. Das seltene Gift war in der Sowjetunion entwickelt worden. Moskau bestreitet allerdings, für die Vergiftungen verantwortlich zu sein.

          Die russische Börse und der Rubel befanden sich einen Tag nach der Ankündigung abermaliger Sanktionen am Donnerstag auf Talfahrt. Ein Dollar entsprach am Morgen 66,48 Rubel, das war der niedrigste Wert der russischen Währung seit November 2016. Die beiden wichtigsten Indizes der Börse in Moskau, der RTS und der Moex, gaben zu Handelsbeginn um 3,2 Prozent beziehungsweise 1,16 Prozent nach.

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