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Russland : Mindestens 14 Tote bei Terroranschlag in Wolgograd

  • Aktualisiert am

Bild: AP

Im Süden Russlands tötet ein Terroranschlag viele Menschen. Die Bombenexplosion erinnert sechs Wochen vor den Olympischen Spielen in Sotschi an die gefährliche Lage in der benachbarten Konfliktregion Nordkaukasus.

          Ein Bombenanschlag im Bahnhof der südrussischen Millionenstadt Wolgograd hat mindestens 14 Menschenleben gekostet. Bislang sprechen die Rettungskräfte von 27 Verletzten. Ersten Erkenntnissen zufolge handelt es sich um den terroristischen Anschlag einer Selbstmordattentäterin, sagte ein Sprecher der ermittelnden Behörde.

          Am Sonntag detonierte ein Sprengsatz am Eingang des Bahnhofs von Wolgograd. Dort warteten wegen der Neujahrsferien besonders viele Menschen an einer Sicherheitsschleuse auf die Kontrolle ihres Gepäcks. Die Explosion tötete auch mindestens ein Mitglied der Sicherheitskräfte. Zahlreiche Krankenwagen rasten zum Bahnhof. Mindestens 27 Menschen wurden in Kliniken gebracht.
          Das Zivilschutzministerium ließ das Gebäude evakuieren.

          Islamistenführer will Olympische Spiele stören

          Die Industriemetropole Wolgograd, die bis 1961 Stalingrad hieß, liegt rund 700 Kilometer von Sotschi entfernt, wo im Februar die Olympischen Winterspiele stattfinden. Der tschetschenische Islamistenführer Doku Umarow hatte zu Anschlägen aufgerufen, um die Wettkämpfe zu stören. Der Kreml verspricht aber sichere Spiele.

          Die Veranstaltung (7. bis 23. Februar) gilt als Prestigeprojekt von Präsident Wladimir Putin. Der Kremlchef forderte eine schnelle Aufklärung des Anschlags und sagte Verletzten und Angehörigen unbürokratische Hilfe zu. Er entsandte zudem einen Beauftragten nach Wolgograd. Erst im Oktober hatte eine Selbstmordattentäterin in der Stadt sechs Passagiere eines Busses mit in den Tod gerissen.

          Dreitägige Trauer

          Augenzeugen berichteten von deutlichen Schäden im Bahnhof von Wolgograd. Überall liege zersplittertes Fensterglas. Polizisten mit Spürhunden suchten das Gelände nach Spuren und möglichen weiteren Sprengsätzen ab. Die Gebietsverwaltung von Wolgograd verhängte eine dreitägige Trauer.

          Erst am Freitagabend hatte die Explosion einer Autobombe vor einer Polizeistation in Pjatigorsk in der Konfliktregion Nordkaukasus drei Menschen getötet. Die Behörden vermuten einen terroristischen Hintergrund. Pjatigorsk ist rund 250 Kilometer von Sotschi entfernt.

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