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Erbitterter Kampf : Russland meldet Eroberung von Lyssytschansk– Ukraine widerspricht

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Das von der Militärverwaltung der Region Luhansk zur Verfügung gestellte Foto zeigt ein vom Krieg verwüstetes Lyssytschansk am 3. Juli 2022. Bild: dpa

Das Verteidigungsministerium in Moskau hat erklärt, mit der Einnahme der ostukrainischen Stadt Lyssytschansk die Kontrolle über die Region Luhansk übernommen zu haben. Die Ukraine bestreitet das.

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          Die Ukraine hat russischen Angaben widersprochen, wonach die Stadt Lyssytschansk im Osten des Landes von Russland erobert worden sei. Die Stadt stehe nicht unter vollständiger russischer Kontrolle, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Kiew am Sonntag dem britischen Sender BBC. Die Situation sei seit einiger Zeit jedoch „sehr intensiv“, russische Truppen griffen die Stadt permanent an.

          „Für Ukrainer hat der Wert menschlichen Lebens oberste Priorität“, sagte der Sprecher weiter. „Deshalb könnten wir uns manchmal aus gewissen Gebieten zurückziehen, um sie in der Zukunft zurückzuerobern.“ Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu hatte zuvor gesagt, Russland habe die völlige Kontrolle über Lyssytschansk und das gesamte Gebiet Luhansk.

          Der ukrainische Ministeriumssprecher sagte dazu, der Donbass sei nicht verloren, selbst wenn Russland ganz Luhansk erobere. Es gebe dort weitere große Städte, vor allem im Gebiet Donezk, die unter ukrainischer Kontrolle seien. „Diese Städte waren in den vergangenen Tagen Ziel schwerer Raketenangriffe und von Artilleriebeschuss. Aber der Kampf um den Donbass ist noch nicht vorbei.“

          In Lyssytschansk lebten vor Beginn des Kriegs mehr als 100.000 Menschen. Die Nachbarstadt Sjewjerodonezk hatte Russland zuvor schon erobert. Der Krieg dauert inzwischen schon mehr als vier Monate.

          Die Eroberung von Luhansk und zuletzt insbesondere von Lyssytschansk war zuletzt eines der wichtigsten Kriegsziele Russlands. Die Gebiete Luhansk und Donezk in der Ukraine bilden den Donbass. Die russische Offensive konzentrierte sich in den vergangenen Wochen vor allem darauf, das Gebiet, über dessen Teile prorussische Separatisten seit 2014 die Kontrolle übernahmen, vollständig zu beherrschen. Kürzlich war es ihr nach zermürbenden Kämpfen gelungen, die Nachbarstadt Sjewjerodonezk auf der anderen Flussseite von Lyssytschansk einzunehmen.

          Auch aus anderen Landesteilen wurden Kampfhandlungen gemeldet. Russische Truppen gelangen nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau Schläge gegen militärische Infrastruktur im ostukrainischen Charkiw. Im Süden wiederum sei am Rand von Mykolajiw ein Stützpunkt getroffen worden, der von ausländischen Kämpfern genutzt werde.

          Die Ukraine wiederum meldete, sie habe in der russisch-besetzten Stadt Melitopol im Süden des Landes eine Militärbasis mit mehr als 30 Treffern aus der Luft zerstört. Die von Russland eingesetzte Verwaltungsbehörde erklärte, es habe zwar keine Opfer gegeben, es seien aber mehrere private Wohnhäuser in der Nähe eines Flugfeldes getroffen worden.

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