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Vizeaußenminister Rjabkow : Russland zu Gesprächen über INF-Vertrag bereit

  • Aktualisiert am

Eine Rakete vom Typ Iskander-M Bild: EPA

Russland und die Vereinigten Staaten werfen sich gegenseitig vor, den INF-Vertrag zu verletzen. Anfang Dezember stellte Washington Moskau ein Ultimatum. Jetzt signalisiert der Kreml Gesprächsbereitschaft.

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          Die russische Regierung ist nach eigenen Angaben bereit zu Beratungen mit den Vereinigten Staaten über den INF-Vertrag, der Mittelstreckenwaffen verbietet. Die Nachrichtenagentur Tass zitierte Vizeaußenminister Sergej Rjabkow am Mittwoch mit den Worten: „Wir sind für einen Dialog offen, wenn es die Vereinigten Staaten auch sind. Wenn das morgen geschieht, sind wir morgen bereit.“ Es müsse sich aber um einen Dialog auf der Basis gleicher Rechte handeln.

          Beide Staaten werfen sich gegenseitig vor, das Abrüstungsabkommen aus der Zeit des Kalten Krieges zu verletzen. Anfang Dezember stellten die Vereinigten Staaten Russland ein Ultimatum: Sie gaben der Regierung in Moskau 60 Tage Zeit, das Abkommen noch zu erfüllen. Andernfalls würden die Vereinigten Staaten ihren Rückzug aus dem Vertrag einleiten.

          Die Nato-Außenminister stärkten den Vereinigten Staaten demonstrativ den Rücken. Russland wies die Vorwürfe wiederholt zurück und warnte die Vereinigten Staaten vor einem neuen Wettrüsten, sollten sie den INF-Vertrag verlassen. Präsident Wladimir Putin sagte, in einem solchen Falle wäre es für Russland ein leichtes, landgestützte Waffensysteme für mittlere Reichweiten herzustellen und zu stationieren.

          Der INF-Vertrag wurde 1987 zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion geschlossen. Er ist seit 1988 in Kraft und sieht den Verzicht auf landgestützte Raketen und Marschflugkörper mit kürzerer und mittlerer Reichweite (500 bis 5500 Kilometer) vor. Mit dem Vertrag wurden erstmals zwei Kategorien von Atomwaffen verboten, was seinerzeit als doppelte Nulllösung bezeichnet wurde. Die Zerstörung dieser Waffen wurde gegenseitig kontrolliert.

          Bedroht von den verbotenen Mittelstreckenwaffen war vor allem Europa. Hier hatte es in den Achtzigerjahren eine breite Protestbewegung gegen die atomaren Mittelstreckenraketen gegeben.

          Ein Kampfpanzer des Typs T-72B überquert am 21. Juli 2017 eine Ponton-Brücke auf dem Truppenübungsplatz Sergeyevsky im östlichen Militärdistrikt. Öffnen

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