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Zeichen der Entspannung? : Russland kürzt Militärausgaben

Übung des russischen Militärs im Schwarzen Meer (Archivbild) Bild: AP

Für das Militär gibt Russland seit längerer Zeit wieder deutlich weniger Geld aus. Warum ist das so – und haben die Einsparungen einen Einfluss auf die Übungstätigkeit der Streitkräfte?

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          Moskau spart. Der Verteidigungshaushalt für das laufende Jahr wird gekürzt. Über die Höhe der Einsparungen herrschte zunächst Unklarheit. Das gewöhnlich gut informierte militärwissenschaftliche Verlagsportal Jane's bezifferte Mitte März unter Verweis auf Angaben der russischen Staatskasse die Einsparungen auf eine Billion Rubel oder knapp 25 Prozent des ausgewiesenen Verteidigungshaushalts.

          Militärwissenschaftler wie der Russlandspezialist Michael Kofman bezeichneten den Jane's-Bericht später als falsch. Die zusammen mit dem schwedische Friedensforschungsinstitut Sipri in Fragen von Verteidigungsausgaben weltweit führende Londoner Denkfabrik IISS bezifferte das Budget für 2017 am Freitag mit 2,84 Billionen Rubel. Das wären knapp zehn Prozent weniger als 2016.

          Die Einsparungen kommen nicht überraschend. Bereits 2016 war laut IISS-Angaben das Verteidigungsbudget leicht von 3,16 auf 3,15 Billionen Rubel gesunken, nachdem die Ausgaben seit 2011 stark gewachsen waren. Zudem hatte Russland im Oktober vergangenen Jahres angekündigt, in den Jahren 2017 bis 2019 die Verteidigungsausgaben weiter senken zu wollen. Die jetzigen Einsparungen lägen laut Ansicht von Militärexperten geringfügig über den bereits avisierten Maßnahmen.

          Das russische Verteidigungsbudget war 2016 weltweit das drittgrößte hinter China und, mit weitem Abstand, den Vereinigten Staaten. Allerdings sind Vergleiche etwa angesichts unterschiedlicher Personalkosten und teils versteckter Budgets stets schwierig.

          Auf die seit Jahren rege Übungstätigkeit der russischen Streitkräfte haben die Kürzungen indes bislang keinen Einfluss. Wie das Moskauer Verteidigungsministerium am Freitag bekanntgab, beenden heute 2.500 Soldaten ein vier Tage langes Manöver mit gepanzerten Fahrzeugen und zahlreichen Kampfflugzeugen auf der von Russland 2014 annektierten Halbinsel Krim.

          In einer früheren Version des Textes hießt es, Russland habe seine Militärausgaben auf 2,8 Trillionen Rubel gesenkt. Hierbei handelte es um einen Übersetzungsfehler. Wir bitten, dies zu entschuldigen.

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