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Droht ein Kalter Öl-Krieg? : Moskau kritisiert „aggressive und rücksichtslose“ Politik Amerikas

  • Aktualisiert am

Eine iranische Flagge weht vor einer Ölförderanlage, wo Gas abgefackelt wird. Bild: Reuters

Die verschärften Ölsanktionen gegen Iran seien „arrogante amerikanische Provokationen“ wettert das russische Außenministerium: Washington verberge nicht einmal den „Wunsch, die Welt seinem Willen zu unterwerfen“.

          Russland hat das verschärfte Vorgehen der Vereinigten Staaten gegen iranische Ölexporte heftig kritisiert. Das russische Außenministerium erklärte am Dienstag, die amerikanische Politik werde immer „aggressiver und rücksichtsloser“. Washington verberge „nicht einmal seinen Wunsch, die Welt seinem Willen zu unterwerfen.“ Zugleich lobte Moskau die „Zurückhaltung“ Teherans mit Blick auf „die arroganten amerikanischen Provokationen“.

          Das Weiße Haus hatte am Montag mitgeteilt, noch härter als bislang gegen das iranische Ölgeschäft vorgehen zu wollen. Ausnahmeregelungen, die einigen Ländern bislang weiterhin den Import iranischen Öls erlaubten, sollen Anfang Mai beendet werden.

          Die Regierung von Präsident Donald Trump hatte im November umfassende Sanktionen gegen die iranische Öl- und Bankenbranche verhängt. Betroffen sind davon auch Unternehmen aus Drittstaaten, die in den sanktionierten Bereichen mit Iran Geschäfte machen. Von den Strafmaßnahmen ausgenommen wurden damals für sechs Monate Unternehmen aus China, Griechenland, Indien, Italien, Japan, Südkorea, Taiwan und der Türkei. Die Ausnahmeregelungen für diese acht Länder werden nun nicht verlängert.

          Die Vereinigten Staaten haben die Sanktionen gegen Iran seit vergangenem Jahr sukzessive verschärft, nachdem Trump im Mai einseitig aus dem Atomabkommen mit Teheran ausgestiegen war. Er betrachtet die Vereinbarung von 2015 zur Begrenzung des iranischen Nuklearprogramms als unzulänglich.

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