https://www.faz.net/-gpf-90jjq

Alexej Uljukajew : Erstmals ehemaliger russischer Minister vor Gericht

  • Aktualisiert am

Wird ein Exempel an ihm statuiert? Alexej Uljukajew Bild: dpa

Seit Jahren werfen in- und ausländische Kritiker der russischen Regierung Korruption in großem Stil vor. Nun steht erstmals ein ranghohes ehemaliges Regierungsmitglied wegen Bestechlichkeit vor Gericht.

          1 Min.

          Wegen spektakulärer Korruptionsvorwürfe hat ein Moskauer Gericht das Verfahren gegen den ehemaligen russischen Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew eröffnet. Der 61 Jahre alte frühere Spitzenbeamte wurde am Dienstag mit einem Fahrzeug der Justizbehörden zum Gericht gefahren. Bei der Ankunft wies Uljukajew sämtliche Anschuldigungen zurück, wie die Agentur Ria Nowosti berichtete.

          Es ist das erste Mal in der neueren Geschichte Russlands, dass ein so ranghohes Mitglied der Führung vor Gericht gestellt wird. Uljukajew soll versucht haben, bei einem Privatisierungsgeschäft zwei Millionen amerikanische Dollar (1,7 Mio. Euro) vom teilstaatlichen Ölkonzern Rosneft einzustreichen. Bei einer fingierten Bargeldübergabe wurde er im November 2016 festgenommen und steht seitdem unter Hausarrest.

          Die Hintergründe des Falls sind undurchsichtig. Kritiker vermuten einen politischen Hintergrund. Zu Prozessbeginn sollten zunächst unter Ausschluss der Öffentlichkeit Verfahrensfragen geklärt werden.

          Weitere Themen

          Vertuschung führt in die Katastrophe

          Corona-Virus : Vertuschung führt in die Katastrophe

          Angesichts der raschen Ausbreitung des Corona-Virus mahnt Chinas Führung zu Transparenz: Peking will beweisen, dass es mit der Krise verantwortungsvoll umgeht. Die Offenheit ist nicht allen geheuer.

          Finger weg von den Wahlkreisen

          CSU zur Bundestagsreform : Finger weg von den Wahlkreisen

          Die CDU zeigt sich erstmals offen für eine Verringerung der Wahlkreise – zum Ärger ihrer Schwesterpartei. Die macht nun ihre eigenen Vorstellungen von einer Wahlrechtsreform deutlich.

          Topmeldungen

          Eine Reisende am Dienstag am Pekinger Westbahnhof

          Corona-Virus : Vertuschung führt in die Katastrophe

          Angesichts der raschen Ausbreitung des Corona-Virus mahnt Chinas Führung zu Transparenz: Peking will beweisen, dass es mit der Krise verantwortungsvoll umgeht. Die Offenheit ist nicht allen geheuer.

          Impeachment-Regeln : Demokraten wittern Vertuschung

          Heute entscheidet der Senat, wie er Donald Trump den Prozess macht. Die Republikaner wollen die Sache schnell hinter sich bringen. Die Demokraten sagen: weil der Präsident viel zu verbergen habe.
          Der Finanzminister Olaf Scholz in Brüssel.

          Börsensteuer : In Gesprächen so weit wie nie

          Der Bundesfinanzminister Olaf Scholz widerspricht dem Eindruck, dass seine Pläne in der EU vor dem Scheitern stehen. Österreich droht dagegen offen mit Ausstieg. Der Minister spielt die Äußerungen herunter.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.