„Die Objektivität verloren“ :
Russland bleibt Münchner Sicherheitskonferenz fern

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Eine Stellwand mit dem Logo der Münchner Sicherheitskonferenz im Hotel Bayerischer Hof
Inmitten des Ukraine-Konflikts nimmt Russland nicht an der Münchner Sicherheitskonferenz teil. Die Veranstaltung habe sich leider zu einem „transatlantischen Forum“ gewandelt, heißt es aus Moskau.

Russland will inmitten schwerer Spannungen im Ukraine-Konflikt der Münchner Sicherheitskonferenz diesmal fernbleiben. Aus „verschiedenen Gründen“ würden keine Vertreter der russischen Regierung teilnehmen, sagte die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Mittwoch in Moskau. Das weltweit wichtigste sicherheitspolitische Expertentreffen habe seine Objektivität verloren. „Wir müssen mit Bedauern feststellen, dass sich die Konferenz in den vergangenen Jahren immer mehr zu einem transatlantischen Forum gewandelt hat“, sagte Sacharowa.

Russland fordert vom Westen verbindliche Sicherheitsgarantien. Die NATO und die Vereinigten Staaten hatten in Schreiben an Moskau zentrale Anliegen Moskaus bereits zurückgewiesen, sich aber gesprächsbereit gezeigt. Russland verlangt konkret etwa ein Ende der NATO-Osterweiterung, durch die es sich in seiner Sicherheit bedroht sieht.

Zu der Konferenz in München vom 18. bis 20. Februar werden die amerikanische Vizepräsidentin Kamala Harris und Kanzler Olaf Scholz sowie etwa 35 weitere Staats- und Regierungschefs erwartet. Vor zwei Jahren war Russlands Außenminister Sergej Lawrow zu dem Treffen gereist.