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Neue Luftabwehr für Syrien : Eine aus Moskau gelieferte Kriegswende

Bald auch in Syrien: Start einer S-300-Rakete auf dem russischen Militärgelände Ashuluk im Jahr 2016 Bild: Reuters

Die Aufrüstung der syrischen Luftabwehr durch Russland ist ein Rückschlag für Israel. Trotz der neuen Machtverhältnisse behält man sich dort weitere Angriffe auf iranische Ziele vor.

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          Die Zuschauer des russischen Staatsfernsehens sind den Anblick prächtiger Waffen gewöhnt. Die Bilder vom Mittwoch, auf denen zu sehen war, wie auf Russlands Luftwaffenbasis Hmeimim Teile des Flugabwehrsystems S-300 aus einem Transportflugzeug ausgeladen wurden, konnten sie deshalb kaum überraschen. Bemerkenswert war höchstens der nüchterne Ton, in dem vorgetragen wurde, dass nun die Überstellung von vier Komplexen des Typs S-300 beendet worden sei. Offenbar sollte die heikle Entscheidung nicht noch mit Kriegsgeheul begleitet werden.

          Christoph Ehrhardt
          Korrespondent für die arabischen Länder mit Sitz in Beirut.
          Jochen Stahnke
          Politischer Korrespondent in Berlin.
          Katharina Wagner
          Wirtschaftskorrespondentin für Russland und die GUS mit Sitz in Moskau.

          Dabei wird das S-300 den Verlauf des Krieges in Syrien verändern. Die syrische Armee wird den eigenen Luftraum besser überwachen und verteidigen können. Die Raketen des neuen Systems haben eine Reichweite von 250 Kilometern, es kann mehrere Ziele gleichzeitig attackieren.

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