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Russland-Affäre : Sonderermittler Mueller hat neue Indizien gegen Trump

  • -Aktualisiert am

Es sieht nicht gut aus: Trump soll mit Zeugen der Ermittlungen um die Russlandaffäre gesprochen haben. Bild: Reuters

Die Ermittlungen um eine russische Einflussnahme auf die amerikanische Präsidentschaftswahl ziehen immer weitere Kreise: Präsident Trump soll die Untersuchung behindert haben – und ein Treffen auf den Seychellen könnte zum Schlüsselbeweis werden.

          Die Russland-Affäre um den amerikanischen Präsidenten Donald Trump spitzt sich weiter zu. Der Sonderermittler Robert Mueller hat neue Indizien: Trump soll mit Zeugen der Ermittlungen über ihre Aussagen gesprochen haben. Außerdem soll es vor Trumps Amtseinführung im Januar 2017 ein geheimes Treffen zur Einrichtung eines Geheimkanals nach Moskau gegeben haben. In den Ermittlungen geht es um eine mögliche russische Beeinflussung der amerikanischen Präsidentschaftswahl 2016.

          Donald Trump soll versucht haben, etwas über die Befragungen des FBI von Zeugen in Erfahrung zu bringen. Das berichtet die „New York Times“. Sie beruft sich auf namentlich nicht genannte Personen, die mit den Angelegenheiten vertraut sein sollen. Damit ignoriere Trump den Rat seiner Anwälte, nicht mit Zeugen in Kontakt zu treten. Er könne sich mit dem Vorgehen der Zeugenbeeinflussung schuldig machen.

          Trump drängte einen Berater, einen Artikel zu dementieren

          Aber worum geht es genau? Im Januar soll Trump bei einem Treffen mit seinem Berater Donald McGahn versucht haben, ihn davon zu überzeugen einen Bericht der „New York Times“ zu dementieren. Demzufolge hat Trump im Juni 2017 seinen Berater dazu angewiesen, Mueller als Sonderermittler zu entlassen. Trump erinnere sich nicht daran. McGahn ist Zeuge in den Ermittlungen um die russische Einflussnahme.

          Im Dezember soll sich der amerikanische Präsident zudem mit dem früherem Stabschef des Weißen Hauses, Reince Priebus, getroffen haben, der auch von Mueller befragt worden ist. Er soll Priebus gefragt haben, wie das Gespräch mit den Ermittlern lief und ob sie „nett“ zu ihm waren. Priebus habe keine Details zu dem Gespräch genannt.

          Weder die beteiligten Personen noch das Weiße Haus wollten sich gegenüber der „New York Times“ zu den Vorwürfen äußern. Mueller könnte Trumps Gespräche als Behinderung seiner Ermittlungen bewerten. Donald Trump wurde bisher nicht befragt. Seine Anwälte handeln noch die Bedingungen dafür aus. Daher kann jede Information über bisherige Zeugengespräche Trump helfen, sich auf eine Befragung vorzubereiten.

          Geheimes Treffen auf den Seychellen

          Die „Washington Post“ berichtet zudem über neue Beweise für ein geheimes Treffens im Januar 2017 mit dem Ziel, zwischen dem Kreml und Trumps Administration informelle Hintergrundkontakte aufzubauen. Das Treffen soll auf den Seychellen zwischen einem Vertrauten Putins, Kirill Dmitriev, und Trumps Vertrautem Erik Prince stattgefunden haben. Er ist Gründer der umstrittenen Sicherheits- und Militärfirma Blackwater, die mittlerweile Academi heißt.

          Prince sprach von einem zufälligen Treffen. Er sei als Geschäftsmann auf den Seychellen unterwegs gewesen. Ein Zeuge soll laut „Washington Post“ ausgesagt haben, dass das Treffen geplant gewesen sei. Mueller und seine Ermittler überlegen nun, ob das Treffen eine der ersten Begegnungen war, um einen Kanal zwischen Moskau und Washington einzurichten. Es könnte ein weiteres Indiz für die mögliche russische Einflussnahme auf den Wahlkampf sein.

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