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Auftritt im Staatsfernsehen : Ein früherer Oberst rechnet mit Putins Krieg ab

Der Militärjournalist Michail Chodarjonok sieht bei den russischen Truppen in der Ukraine eine geringe Kampfmoral. Bild: Steve Rosenberg/Rossija1/Twitter

Vor Millionenpublikum malt der Militärjournalist Michail Chodarjonok ein düsteres Bild der russischen Lage in der Ukraine. Selbst durch die Moderatorin lässt sich der frühere Oberst nicht beirren.

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          Die Sendung „60 Minuten“ im russischen Staatssender „Rossija 1“ ist nicht dafür bekannt, den Ukrainekrieg so zu beleuchten, wie es Zuschauer außerhalb Russlands gewohnt sind. Der Krieg ist hier die von Präsident Wladimir Putin verkündete „Spezialoperation“, in der die russischen Streitkräfte zusammen mit den „Volksmilizen“ der „Volksrepubliken“ im Donbass planmäßig von Erfolg zu Erfolg eilen.

          Friedrich Schmidt
          Politischer Korrespondent für Russland und die GUS in Moskau.

          Am Montagabend jedoch zeichnete der Militärjournalist Michail Chodarjonok ein düsteres Bild der russischen Lage, in der Ukraine und darüber hinaus. Gegen russische Siegeseuphorie sagte der 68 Jahre alte pensionierte Oberst, der bis ins Jahr 2000 als Offizier in der Einsatzleitung des Generalstabs der Streitkräfte diente, man dürfe keine „Informationsberuhigungsmittel“ nehmen: Angaben, dass die ukrainischen Streitkräfte demoralisiert seien, „entsprechen, gelinde gesagt, nicht der Wirklichkeit“.

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