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Besatzung tot : Russisches Kampfflugzeug stürzt über Syrien ab

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Ein russischer Su-24-Jagdbomber bei der Landung auf dem Stützpunkt Hamaimim (Archivbild). Bild: AP

Beim Start vom Luftwaffenstützpunkt Hamaimim geht ein Jagdbomber über einem nahe gelegenen Dorf zu Boden. Die Terrormiliz IS scheint daran keine Schuld zu tragen.

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          Ein russischer Kampfflugzeug des Typs Su-24 „Fencer“ ist in Syrien beim Start vom Luftwaffenstützpunkt Hamaimim abgestürzt. Die Besatzung habe sich nicht rechtzeitig retten können und sei dabei umgekommen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau russischen Agenturen zufolge am Dienstag mit. Nach ersten Erkenntnissen soll ein technischer Fehler zu dem Absturz des Zweisitzers geführt haben.

          Aus regierungsnahen Kreisen in Syrien hieß es, das Flugzeug sie über einem Dorf nahe des Stützpunktes zu Boden gegangen. Ein Haus sei zerstört worden. Unter den Einwohnern habe es keine Opfer gegeben.

          Die Su-24 bieten innerhalb des russischen Einsatzverbands die Fähigkeit, taktische Ziele präzise zu treffen, die weit entfernt sind. Das Anfang der 1960er Jahre konstruierte Flugzeug ist trotz seines Alters dazu in der Lage, im Tiefflug mit Überschall zu fliegen. Damit bietet es für gegnerische Luftabwehreinheiten ein schwer auszumachendes und zu treffendes Ziel. Zudem kann es in allen Wetterzonen rund um die Uhr und nicht nur als Kampfbomber, sondern auch als Aufklärer eingesetzt werden.

          Russland ist ein Verbündeter des syrischen Präsidenten Baschar al Assad. Das Land fliegt seit 2015 Luftangriffe in Syrien, die sich sowohl gegen den IS als auch gegen Rebellen richten. Moskau gibt immer wieder Erfolge etwa gegen IS-Terroristen bekannt.

          Im Dezember vergangenen Jahres war ein russischer Jagdflieger des Typs Su-33 nach einem Einsatz in Syrien bei der Landung auf dem Flugzeugträger „Admiral Kusnezow“ ins Mittelmeer gestürzt.

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