https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/russischer-angriff-ukraine-zwischen-alarm-schlagen-und-beruhigen-17753855.html

Ukraine-Konflikt : Wie Kiew die Bedrohung durch Russlands Truppen bewertet

Ukrainische Reservisten üben im Dezember 2021 nahe Kiew Bild: AFP

Fachleute in der Ukraine halten einen großen russischen Angriff für unwahrscheinlich. Aber hunderte Bombendrohungen seit Jahresbeginn bereiten ihnen Sorgen.

          4 Min.

          Die Regierung der Ukraine vollführt seit vielen Wochen eine schwierige Gratwanderung. Einerseits ist ihr daran gelegen, dass die Bedrohung des Landes durch den Aufmarsch russischer Truppen sowohl in der Ukraine als auch weltweit wahrgenommen und Gegenmaßnahmen organisiert werden. Andererseits will sie Zweifel am normalen Ablauf des Lebens im Land sowie der Verteidigungsbereitschaft und damit Panik und Hamsterkäufe vermeiden. Dabei kam es gelegentlich zu Differenzen in den Einschätzungen, wie sie etwa Amerika und Großbritannien – gestützt auf Erkenntnisse ihrer Geheimdienste und auf Satellitenbilder – seit Ende Oktober bekannt geben, und jenen der Ukraine.

          Gerhard Gnauck
          Politischer Korrespondent für Polen, die Ukraine, Estland, Lettland und Litauen mit Sitz in Warschau.

          Am Dienstag etwa suchte Verteidigungsminister Oleksij Resnikow das Parlament auf, um die Abgeordneten über die Lage zu informieren. „Die Geheimdienste stellen fest, dass entlang unserer Grenzen Einheiten der Streitkräfte Russlands dauerhaft zusammengezogen wurden“, sagte der Minister anschließend im Parlamentskorridor. „Die Tatsachen, welche die Dienste unseres Landes und unserer Partnerländer ermittelt haben, decken sich absolut. Aber die Bewertungen unterscheiden sich etwas.“

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Nach der Asow-Kapitulation : In Putins Fängen

          Die letzten Verteidiger von Mariupol haben sich ergeben. Daraus kann Putin einen Propagandasieg über die „Nazis“ machen. Es zeigt sich, was passiert, wenn man der „Emma“-Losung folgt, der Ukraine keine schweren Waffen zu geben.
          Am Immobilienmarkt ging es in den letzten Jahren stark aufwärts. Doch der Hausbau wird aufgrund knapper Ressourcen immer teurer.

          Zinsanstieg : Wende am Immobilienmarkt

          Mit dem Zinsanstieg wird das Immobiliengeschäft schwieriger. Wegen des Mangels an Arbeitskräften und Materialien werden Neubauten immer teurer. Doch große und längerfristige Krisen sind noch nicht in Sicht.
          Immobilienbewertung
          Verkaufen Sie zum Höchstpreis
          Sprachkurs
          Lernen Sie Englisch
          Kapitalanlage
          Pflegeimmobilien als Kapitalanlage
          Automarkt
          Top-Gebrauchtwagen mit Garantie