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Rüstungstechnologie : Die Türkei träumt den Waffentraum

Das russische Raketenabwehrsystem S-400 wird in der Stadt Sebastopol aufgestellt. Bild: Picture-Alliance

Ankara will in der Rüstungstechnologie unabhängig werden – und schafft aus diesem Grund ein russisches Raketenabwehrsystem an. Koppelt sich der bisherige Verbündete von der Nato ab?

          6 Min.

          Bis zum Jahr 2023 will die Türkei zu den führenden Rüstungsproduzenten der Welt aufsteigen. In dem Jahr wird die Republik hundert Jahre alt. Erste Erfolge hat sie bereits erzielt. So produziert das Land seit 2014 einen eigenen Mehrzweckkampfhubschrauber. Die Herstellung eines eigenen Mehrzweckhubschraubers beginnt 2021. Und bei Kampfdrohnen gehört die Türkei bereits zu den acht führenden Staaten.

          Rainer Hermann
          (Her.), Politik

          Um das Land 2023 der Welt als starke Nation präsentieren zu können, will die Führung in Ankara in zahlreichen Bereichen Leuchtturmprojekte entwickeln, so auch in der Rüstungsindustrie. Um das zu erreichen, pocht Ankara bei jedem Rüstungsauftrag, den es international vergibt, auf einen Technologietransfer. Die Weigerung Washingtons, die Lieferung des Luftabwehrsystems Patriot mit einem Wissenstransfer zu verbinden, gilt bei Gesprächspartnern in der türkischen Hauptstadt als der wesentliche Grund dafür, weshalb sich die Türkei für das russische S-400-System entschieden hat.

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