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Rüstungsgeschäfte : Saudische Vorsorge

Saudi-Arabien will den deutschen Transportpanzer Boxer kaufen. Die Frage drängt sich auf, ob die Königsfamilie in Zeiten der „Arabellion“ Vorsorge treffen will.

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          Die Golfaraber schwärmen für deutsche Technik, auch in der Rüstung. Beeindruckt sind sie vor allem vom Kampfpanzer „Leopard 2“, die Armeen Saudi-Arabiens und Qatars wollen sich mit ihm schmücken. In welchen Kriegen und gegen welche Gefahr sie in der Wüste eingesetzt werden sollen, erschließt sich nicht unmittelbar.

          Wenn Saudi-Arabien nun an mehreren hundert Stück des Transportpanzers „Boxer“ Interesse zeigt, lockt ein für die deutsche Wirtschaft lukrativer Milliardenauftrag. Mehr noch als beim Leopard stellt sich bei einem solchen Auftrag aber die Frage, zu welchem Zweck das Königreich so viel Geld ausgeben will. Denn der Boxer eignet sich lediglich als Sanitäts- und Führungsfahrzeug; schießen lässt sich mit ihm nicht.

          Die Frage drängt sich auf, ob die saudische Königsfamilie mit ihren weit mehr als tausend Prinzen, die im ganzen Land mit Führungsaufgaben betraut sind, in Zeiten der „Arabellion“ Vorsorge treffen will für den Fall, dass sie die Ihren eines Tages schützen und aus einer Gefahrenzone zu bringen hofft. Dazu würde sich der Boxer trefflich eignen.

           

          Rainer Hermann

          Redakteur in der Politik.

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