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Rückschlag für irakische Armee : IS erobert wichtige Route nach Mossul

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Irakische schiitische Milizen aus Bagdad kämpfen gegen den an einem Nebenarm des Tigris südlich von Mossul. Bild: Helmut Fricke

Der Kampf gegen die Terrormiliz IS um die Millionenstadt Mossul nimmt an Härte zu. Die Dschihadisten blockierten eine wichtige Straße nach Bagdad. Zudem starben bei einem neuen Anschlag des IS in der irakischen Hauptstadt viele Menschen.

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          Die irakische Armee und ihre Verbündeten haben im Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) einen Rückschlag erlitten. Den Dschihadisten gelang es am Montag, eine wichtige Verbindungsstraße zwischen Bagdad und ihrer Hochburg Mossul abzuschneiden.

          Zudem beging offenbar ein IS-Anhänger in der irakischen Hauptstadt einen Selbstmordanschlag, bei dem mindestens 32 Menschen getötet wurden. Nach Polizeiangaben zündete ein Angreifer an einer Kreuzung im schiitischen Stadtteil Sadr City eine Autobombe, als Tagelöhner dort auf Arbeit warteten. Die sunnitische IS-Miliz reklamierte den Anschlag für sich.  Die Schiiten bilden im Irak die Bevölkerungsmehrheit und werden von den sunnitischen Hardlinern als Ungläubige verachtet und bekämpft. Erst am Wochenende hatten IS-Mitglieder drei Anschläge in Bagdad verübt und dabei 29 Menschen getötet.

          Der irakische Ministerpräsident Haider al Abadi versprach den Bürgern dennoch, den Terrorismus zu besiegen. Der Kampf gegen den IS war auch Thema eines Treffens von Al Abadi und dem französischen Präsidenten François Hollande in Bagdad.

          Die Millionenstadt Mossul ist die letzte IS-Hochburg im Irak. Eliteeinheiten haben zwar Teile der Stadt mittlerweile wieder unter ihre Kontrolle gebracht. Doch leisten die Dschihadisten erbitterten Widerstand. Die Gefechte gingen auch am Montag weiter. Al Abadi hat versprochen, den IS bis April aus dem Irak zu vertreiben.

          Die Kämpfe tobten nicht nur in Mossul: Etwa 150 Kilometer südlich der Stadt griffen die Extremisten in Baidschi eine Kaserne an und töteten vier Soldaten, wie aus Sicherheitskreisen verlautete. Sie konnten zudem die Straße nach Bagdad blockieren. Dabei kamen 16 Kämpfer ums Leben, die mit den Regierungstruppen verbündet sind.

          Der IS hatte 2014 weite Teile des Nordiraks überrannt und ein Kalifat ausgerufen. Nach wie vor beherrschen die Islamisten auch in Syrien große Gebiete. Weil der IS durch die Offensiven gegen ihn in beiden Ländern unter Druck ist, steigt Experten zufolge auch die Anschlagsgefahr im Ausland. So hat sich der IS zum Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt bekannt. Dabei kamen zwölf Menschen ums Leben. Auch das Attentat auf den Istanbuler Nachtclub Reina reklamierte der IS für sich.

          Hollande sagte zum Kampf gegen den IS, dieser sei nötig, um „Terrorakten auch auf unserem eigenen Boden vorzubeugen“. Das Jahr 2017 werde ein „Jahr des Sieges über den Terrorismus“ sein. Er äußerte sich vor französischen Elitesoldaten, die irakische Anti-Terror-Einheiten ausbilden.

          Der „Sieg“ über den Extremismus sei ohne einen „Wiederaufbau“ des Irak nichts wert, fuhr Hollande fort. Nur so würden die nötigen Bedingungen geschaffen, um Angriffe auf französischem Territorium zu verhindern. Frankreich war im November 2015 und im Juli 2016 von extremistischen Anschlägen mit dutzenden Toten erschüttert worden.

          Frankreich ist nach den Vereinigten Staaten das zweitgrößte Geberland der internationalen Anti-IS-Militärkoalition. Das Land unterstützt die irakische Armee mit Ausbildern, Beratern und Artillerie. Seit dem Beginn des Engagements im September 2014 flog die französische Luftwaffe nach Angaben des Verteidigungsministeriums zudem im Irak und in Syrien mehr als tausend Angriffe und zerstörte rund 1700 Ziele.

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