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Nach Flucht aus Myanmar : Rohingya sollen in Bangladesch in Lagern bleiben

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Im Elend: Rohingya-Flüchtlinge, die Bangladesch erreicht haben. Bild: ABDULLA/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Die Massen-Vertreibung aus Myanmar geht weiter. Schon mehr als 400.000 Rohingya sind ins Nachbarland Bangladesch geflohen. Dort verhängt die Regierung nun drastische Maßnahmen.

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          Die Regierung von Bangladesch hat die Bewegungsfreiheit der mehr als 400.000 Rohingya-Flüchtlinge aus dem Nachbarland Myanmar eingeschränkt. Eine Polizeisprecherin erklärte am Samstag, die Flüchtlinge müssten in den von der Regierung ausgewiesenen Lagern bleiben, „bis sie in ihr Land zurückkehren“. „Sie können nicht über die Straßen, Schienen oder auf dem Wasser von einem Ort zum anderen reisen.“

          Die Flüchtlinge seien aufgefordert worden, nicht in Häusern von Verwandten oder Freunden zu wohnen, und die Bevölkerung solle keine Flüchtlinge bei sich aufnehmen. Auch Bus- und Lastwagenfahrer sollten keine Rohingya mitnehmen.

          Die Polizei richtete Kontrollpunkte an Straßen ein. Nachdem bereits dutzende Flüchtlinge in mehreren Städten fernab der Grenze gesehen wurden, fürchten die Behörden, dass sich tausende neu ankommende Rohingya überall im ohnehin bitterarmen Bangladesch niederlassen.

          Mehr als 400.000 sind geflohen

          Die Vereinten Nationen hatten zuvor mitgeteilt, dass die Zahl der aus Myanmar geflohenen Rohingya auf mehr als 400.000 gestiegen sei. Ein Sprecher des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR sagte am Samstag, alleine in den vorangangenen 24 Stunden hätten rund 18.000 Angehörige der Rohingya-Minderheit die Grenze nach Bangladesch überquert.

          Verfolgte Minderheit : Tausende Rohingya sitzen im Niemandsland fest

          Die muslimischen Rohingya gelten in Myanmar als staatenlos. Der seit Jahren andauernde Konflikt in Myanmars Bundesstaat Rakhine war Ende August eskaliert, als Rohingya-Rebellen Soldaten und Polizisten angriffen und dutzende Sicherheitskräfte töteten. Das Militär reagierte mit brutaler Gegengewalt. Hunderte Menschen wurden getötet, ihre Häuser niedergebrannt.

          Aung San Suu Kyi sagt UN-Reise ab

          Myanmars De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi wird international wegen ihres Schweigens zu den Geschehnissen kritisiert. Sie sagte eine Reise zur Generaldebatte der UN-Vollversammlung kommende Woche ab.

          Bangladeschs Regierungschefin Sheikh Hasina brach ihrerseits nach New York auf. Sie will nach Angaben eines Sprechers am Dienstag an die UN-Vollversammlung appellieren, ihrem Land Hilfe bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise zu leisten.

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