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Rohingya-Bootsflüchtlinge : Menschliches Treibgut im Ozean

Rohingya-Flüchtlinge auf einem Boot in der Nähe von Cox’s Bazar in Bangladesch am Samstag. Bild: AFP

Hunderte Rohingya irren auf Booten im Indischen Ozean umher – kein Land will sie aufnehmen. Doch die Zustände in den Flüchtlingslagern in Bangladesch empfinden die Menschen längst als unerträglich.

          4 Min.

          Hunderte Menschen sitzen zusammengepfercht auf den Planken eines morschen Holzkahns. Sie sind dem prasselnden Regen und der gleißenden Sonne schutzlos ausgeliefert. In der Nacht nehmen sie einander in die Arme, beten und lauschen dem Schluchzen der Kinder. Hunger, Durst und Hitze haben die Passagiere so ausgezehrt, dass einige von ihnen nicht mehr aufstehen können.

          Till Fähnders

          Politischer Korrespondent für Südostasien.

          Manche verwelken wie Blumen, um die sich niemand kümmert. Ihre Leichen werden über Bord geworfen. Andere werden von der Besatzung totgeprügelt. So schilderten es später Überlebende. Wie sie berichteten, zählte niemand mit, wie viele Tote es waren. „Wir dümpelten über das Meer, und jeden Tag starben Menschen. Wir fühlten uns, als seien wir aus der Hölle geholt worden“, sagte ein 14 Jahre altes Mädchen unter dem Pseudonym Amina der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“.

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