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Corona-Risikogebiet : Wird Luxemburg fürs fleißige Testen bestraft?

Gesperrter Grenzübergang zwischen Luxemburg und Deutschland in Echternach, fotografiert Anfang Mai. Bild: dpa

In Luxemburg stecken sich vermehrt Jüngere mit Corona an, die deutsche Regierung hat das Land zum Risikogebiet erklärt. Auf beiden Seiten der Grenze wächst die Angst, dass sich die Schlagbäume senken könnten. Schon wieder.

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          Wenn die Kurven nach oben weisen, ist das für viele in Luxemburg eine gute Sache. Es bedeutet, dass die Kurse steigen. Das Großherzogtum in der Mitte des europäischen Kontinents ist ein wichtiger Finanzplatz, viele Banken haben dort ihren Sitz, etliche Vermögensverwalter und unzählige Fondsgesellschaften. Die Entwicklung von Wertpapieren und Wechselkursen ist die Lebenslinie des Landes – gewiss nicht für alle Menschen, aber für viele. Auch in einem anderen Bereich gehen die Zahlen in Luxemburg gerade steil nach oben, und genau da liegt das Problem. Die Rede ist von Corona.

          Kim Björn Becker

          Redakteur in der Politik.

          Martin Franke

          Redakteur vom Dienst bei FAZ.NET.

          Julian Staib

          Politischer Korrespondent für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland mit Sitz in Wiesbaden.

          Die luxemburgische Regierung gibt präzise darüber Auskunft, wie viele Infizierte sie auf ihrem Staatsgebiet durch Tests erkannt hat. Der Höhepunkt der ersten Welle war Anfang April erreicht, da verzeichneten die Statistiker 2330 aktiv Infizierte. Durch den Lockdown sank die Zahl drastisch, es wurden deutlich mehr Menschen wieder gesund als sich neue ansteckten. Doch der Lockdown ist vorüber, und seit Ende Juni weist die Fieberkurve wieder nach oben. Am 1. Juli meldeten die Behörden 274 aktive Infektionen, eine Woche später waren es schon mehr als 500. Der jüngste Wert ist von diesem Dienstag: 764 Infizierte

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