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Früherer Justizminister : Jeff Sessions kandidiert für Senatssitz

  • Aktualisiert am

Jeff Sessions im November 2018 in Washington Bild: AFP

Jeff Sessions will heute seine Kandidatur in Alabama auf den Weg bringen. Präsident Donald Trump, der den früheren Justizminister entlassen hatte, habe seine volle Loyalität, sagt er.

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          Der geschasste amerikanische Justizminister Jeff Sessions versucht sein Comeback in Washington. Der von Präsident Donald Trump vor einem Jahr aus dem Amt gedrängte Republikaner kündigte in der Nacht zu Freitag auf Twitter an, er kandidiere für einen Senatssitz in Alabama. Sessions war früher bereits Senator dieses Bundesstaates. In einem Video sagte der 72 Jahre alte Sessions nun, Trump habe seine „volle Unterstützung“.

          Schon bevor Sessions Justizminister wurde, gehörte der streng konservative Republikaner dem Senat an. Anfang 2017 holte ihn Trump dann in sein Kabinett. Im Präsidentschaftswahlkampf 2016 zählte Sessions noch zu den ersten und entschiedensten Unterstützern des späteren Wahlsiegers. Im Umgang mit den Russland-Ermittlungen gegen Trump kam es dann zum Zerwürfnis. Der Präsident hätte sich gewünscht, dass ihn sein Justizminister vor den Untersuchungen schützt.

          Als oberster Chefankläger wäre Sessions auch eigentlich für die Aufsicht über die Untersuchungen von Sonderermittler Robert Mueller zuständig gewesen. Sessions erklärte sich allerdings für befangen und übergab diese Aufgabe an seinen Stellvertreter Rod Rosenstein, ein Schritt, den ihm Trump übelnahm.

          In seinem Video für die Kandidatur für den Senat drückte Sessions nun seine Loyalität zum Präsidenten aus. Nach seinem Weggang aus dem Kabinett habe er Trump nie attackiert, sagte Sessions. So etwas wäre „unehrenhaft“ gewesen. In Alabama hat Trump laut amerikanischen Medien besonders hohe Zustimmungsraten.

          Sonderermittler Mueller hatte etwa zwei Jahre lang untersucht, ob Trumps Wahlkampfteam geheime Absprachen mit Vertretern Russlands traf. Auch ging es darum, ob Trump später, als er schon Präsident war, die Ermittlungen der Justiz dazu behinderte. Hintergrund der Ermittlungen war die mutmaßliche Einmischung Moskaus in den Präsidentenwahlkampf 2016.

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