https://www.faz.net/-gpf-ae7up

Pelosi über McCarthy : „Er ist so ein Idiot“

  • Aktualisiert am

Entschuldigte sich nicht für ihre verbale Attacke: die demokratische Vorsitzende des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi Bild: AFP

Republikaner Kevin McCarthy wettert auf Twitter gegen die Maskenpflicht im amerikanischen Repräsentantenhaus – und erntet dafür von der demokratischen Vorsitzenden des Kongresskammer, Nancy Pelosi, einen abfälligen Kommentar.

          1 Min.

          Die Auseinandersetzung zwischen den Spitzen von Demokraten und Republikanern im amerikanischen Repräsentantenhaus entgleitet allmählich in einen persönlichen Kleinkrieg. Die demokratische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, bezeichnete den obersten Republikaner in der Kongresskammer, Kevin McCarthy, am Mittwoch als „Idioten“. McCarthy hatte zuvor auf Twitter kritisiert, dass angesichts steigender Corona-Fallzahlen wieder Masken in der Kongresskammer zu tragen sind. Diese Entscheidung basiere nicht auf Wissenschaft, sondern sei eine politische Entscheidung liberaler Kräfte, die in einem Dauer-Pandemie-Zustand leben wollten, rügte er.

          Als Pelosi am Mittwoch von Journalisten auf McCarthys Äußerung angesprochen wurde, sagte sie im Weggehen: „Er ist so ein Idiot.“ Das war auf mehreren Video-Clips anwesender Journalisten der Szene zu hören. Ein ranghoher Mitarbeiter Pelosis schrieb auf Twitter, der Mitschnitt lasse sich wegen schwacher Tonqualität zwar nicht verifizieren. Er könne aber bestätigen, dass Pelosi es für „idiotisch“ halte, zu behaupten, dass die Entscheidung, wieder Masken zu tragen, nicht auf Wissenschaft basiere.

          „Das war mein Kommentar“

          Pelosi selbst bezeichnete eine solche Aussage als „nicht klug“ und betonte: „Das war mein Kommentar.“ Mehr werde sie dazu nicht sagen. Die politischen Spannungen zwischen Demokraten und Republikanern im Repräsentantenhaus – insbesondere zwischen Pelosi und McCarthy – haben in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Zuletzt war zwischen ihnen ein Streit über ein Untersuchungsgremium zur Attacke auf das Kapitol am 6. Januar eskaliert.

          Unter dem früheren republikanischen Präsidenten Donald Trump waren persönliche Beleidigungen in der amerikanischen Politik an der Tagesordnung. Pelosi hat derlei verbale Attacken aber stets scharf kritisiert und sich mit ihrem eigenen Anspruch an Anstand und Manieren gebrüstet.

          Weitere Themen

          Söder: „Ergebnis ist kein Regierungsauftrag“

          Liveblog Bundestagswahl : Söder: „Ergebnis ist kein Regierungsauftrag“

          Habeck: „Vizekanzler ist irrelevant“ +++ Junge Grüne für Ampel, Junge Liberale wollen sich nicht festlegen+++ Altmaier fordert zügig personelle Neuaufstellung der CDU +++ SPD-Chef Walter-Borjans: Mitgliederbefragung zu Koalitionsvertrag möglich +++ +++ Alle Entwicklungen zur Bundestagswahl im Liveblog.

          Topmeldungen

          Kampf um den Fraktionsvorsitz : Laschets Endspiel

          Armin Laschet hat den Augenblick verpasst, den Fraktionsvorsitz an sich zu ziehen. Wie auch immer die Sitzung der Unionsfraktion ausgeht, CDU und CSU wirken auf FDP und Grüne immer weniger attraktiv.
          Stephan Harbarth

          Verfassungsrichter Harbarth : „Der Staat ist den Bürgern verpflichtet“

          Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts sieht Gründe für die Briefwahl, mahnt aber nach dem Chaos in Berlin eine gute Organisation von Wahlen an. Zum Geburtstag des Gerichts spricht er über Herausforderungen für den Rechtsstaat.
          Johannes Kahrs (SPD)

          Cum-Ex-Ermittlungen : Razzia bei früherem SPD-Abgeordneten Kahrs

          Die Staatsanwaltschaft Köln hat laut Medienberichten die Wohnung des früheren SPD-Abgeordneten Johannes Kahrs in Hamburg durchsucht. Es geht um Vorwürfe gegen drei Beschuldigte im Zusammenhang mit dem Cum-Ex-Skandal.
          Panikkäufe haben Benzin im Vereinigten Königreich knapp werden lassen.

          Tankstellen-Krise : Rufe nach Benzin für Ärzte in Großbritannien

          Der Tankstellen-Kollaps in Großbritannien bedroht nun das Gesundheitssystem und die wirtschaftliche Erholung des Landes. Medizinisches Personal fürchtet, nicht mehr in Krankenhäuser und Praxen fahren zu können.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.