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Knapp 40.000 Obdachlose : Los Angeles und das verwaltete Elend

  • -Aktualisiert am

Ein Mann vor der Hippie Kitchen, die den Obdachlosen in der Skid Row Frühstück serviert (Archivbild) Bild: MONICA ALMEIDA/The New York Time

In Los Angeles leben etwa 40.000 Menschen auf der Straße. Die Stadt verspricht, sich zu kümmern – doch es gelingt ihr nicht, das Problem zu lösen.

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          Los Angeles’ Skid Row, morgens kurz nach sieben Uhr. Vor der Hippie Kitchen, einem Flachbau an der Ecke von East Sixth Street und Gladys Avenue, versammeln sich die ersten Obdachlosen. Mit leeren Wasserflaschen, Plastikbechern und Thermoskannen warten sie an diesem Morgen auf den heißen Tee, den Freiwillige dreimal in der Woche im Hof ausschenken. Als Megan Ramsey, eine Mitarbeiterin der Suppenküche, den Metallwagen mit dem 50-Liter-Topf wie üblich um acht Uhr in den Hof fährt, hat sich schon eine Schlange gebildet: ergraute Afroamerikaner mit Wolldecken um die Schultern, Latinos mit gegeltem Haar und in Arbeitshosen, eine junge Frau im Dakota-Johnson-Look, ein Veteran mit Uniformmütze und Margaret.

          Die füllige Mittfünfzigerin in dem fleckigen, lilafarbenen Pullover raunt verstimmt vor sich hin, seit ihr Versuch, in der Küche bereits kurz vor acht eine Kanne Tee abzufüllen, an einem freundlich-bestimmten „Margaret, du kennst die Regeln“ scheiterte. „Sie gehört zu unseren Stammgästen. Sie weiß, dass sie in der Küche nichts zu suchen hat“, sagt Matt Harper. Der Achtunddreißigjährige, der seit einigen Jahren mindestens einmal pro Woche in der Hippie Kitchen hilft, löst mit den Fingern Hühnerfleisch von den Knochen. Auf der Speisekarte stehen heute Peruanische Pintobohnen mit Hähnchen. Dazu gibt es Margarinebrot und Salat. „Bohnen machen satt und halten vor.“

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