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Brände in Kalifornien : Das verlorene Paradies

Nach dem Inferno: Häuser an der Clark Road in Paradise sind dem Erdboden gleichgemacht. Bild: Polaris/laif

In Kalifornien sind die Brände erst zu vierzig Prozent eingedämmt. Mehr als sechzig Menschen verloren bisher ihr Leben, Hunderte werden vermisst. Dem Besuch von Präsident Trump sehen die vor den Flammen Geflohenen mit gemischten Gefühlen entgegen.

          9 Min.

          Als Frank und Susan Matoes ihr erstes Haus verloren, gingen sie nach Paradise. Sie mussten nicht lange überlegen. Die Tochter rief an, nachdem sie von dem Brand gehört hatte, und sagte: „Ihr kommt erst mal zu uns!“ Das Rentnerpaar setzte sich ins Auto, ließ Santa Rosa, die Heimat im Landkreis Sonoma nördlich von San Francisco, hinter sich und fuhr drei Stunden ins Landesinnere Kaliforniens. Das war vor 15 Monaten.

          Majid Sattar

          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Frank und Susan gehörten zu 4000 Hausbesitzern, die dem Tubbs-Feuer zum Opfer gefallen waren, das Teile der berühmten Weinbaugebiete Napas und Sonomas zerstörte. Tubbs war – gemessen an den zerstörten Häusern – der bislang schlimmste Waldbrand Kaliforniens. Das Paar beschloss schon bald, nicht zurückzugehen. Sie verkauften das Grundstück und bauten sich ein Haus in der Heimat der Tochter, der kleinen Stadt mit dem hübschen Namen im Landkreis Butte in den Ausläufern der Sierra Nevada.

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