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Machtvakuum in Japan : Wer folgt Shinzo Abe?

Yoshihide Suga zeigt im März 2019 den Namen des neuen kaiserlichen Zeitalters: „Reiwa – schöne Harmonie“. Bild: Reuters

In Japan läuft nach der Rücktrittsandkündigung Shinzo Abes alles auf dessen bisherigen Kabinettsminister Yoshihide Suga als Nachfolger hinaus. Dabei ist der Favorit der Japaner ein anderer Bewerber.

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          Nur für kurze Zeit erlaubte die Liberaldemokratische Partei, Japans führende politische Kraft, dem Land einen Zustand der Ungewissheit. Die überraschende Rücktrittsankündigung von Ministerpräsident Shinzo Abe traf die Spitzen der Partei Ende der vergangenen Woche unvorbereitet. Für einen kurzen Moment war es offen, wer dem am längsten amtierenden Regierungschef des Landes nachfolgen sollte. Abes Weigerung, offen seinen Nachfolger auszuschauen, erhöhte die Ungewissheit.

          Patrick Welter
          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Doch Ungewissheit ist dem Wesen der Liberaldemokraten fremd, die seit dem Jahr 1955 mit nur zwei kurzen Unterbrechungen das Land regieren. Stabilität ist die Kernbotschaft der LDP an ihre Wähler. Gerade mal vier Tage dauerte es, bis die Granden der Partei den Nachfolger bestimmt haben. Es ist ein Stabilitätsversprechen wie aus dem Bilderbuch. Yoshihide Suga, der Kabinettsminister und Regierungssprecher Abes in den vergangenen fast acht Jahren, geht als führender Kandidat in die Wahl des Parteivorsitzenden Mitte September. Mit der Mehrheit der Regierungskoalition im Parlament fällt dem Parteivorsitzenden auch das Amt des Ministerpräsidenten zu.

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