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Regionalwahlen in Frankreich : Marine Le Pen hat sich verkalkuliert

Zu früh gefreut: Die Wähler enttäuschten Marine Le Pens hohe Erwartungen Bild: AP

An Wut mangelt es in Frankreich nicht. Aber das heißt nicht, dass die Unzufriedenen Marine Le Pen zulaufen. Ist das die Rückkehr der „Altparteien“?

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          Die Krise der Demokratie in Frankreich findet immer neue Ausdrucksformen. Nach der ersten Runde der Regionalwahlen deutet vieles darauf hin, dass Marine Le Pen ihren Alleinvertretungsanspruch für die Unzufriedenen im Lande eingebüßt hat.

          Michaela Wiegel
          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          Schon die „Gelbwesten“-Proteste von November 2018 bis Mai 2019 zeigten auf, wie schwierig es ist, die Wut politisch zu kanalisieren. Von den ehemaligen Wortführern der gilets jaunes hat niemand den Sprung in die aktive Politik geschafft. Aber auch Le Pens Kalkül ist nicht aufgegangen, als Anwältin des „vergessenen Frankreichs“ die Regionen zu erobern. Sie hatte davon geträumt, sich vom Erfolg in mehreren Regionen in den Präsidentenwahlkampf tragen zu lassen.

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