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Regierungsumbildung in Japan : Abe verjüngt Kabinett

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Der 38 Jahre alte Shinjiro Koizumi am Mittwoch in der Residenz des japanischen Premierministers Bild: AFP

Japans Premierminister Shinzo Abe hat unter anderem das Verteidigungs- und das Außenministerium neu vergeben. Möglicherweise will er mit dem Revirement Einfluss auf seine Nachfolge ausüben.

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          In einer einschneidenden Kabinettsumbildung hat der japanische Regierungschef Shinzo Abe das Verteidigungs- und das Außenressort neu besetzt. Zudem holte er sich mit Shinjiro Koizumi den „aufsteigenden Stern“ des Landes ins Kabinett. Der 38 Jahre alte Sohn des im Volk sehr beliebten ehemaligen Regierungschefs Junichiro Koizumi ist ab sofort Umweltminister.

          Abe wird im November so lange an der Spitze der japanischen Regierung stehen, wie kein Politiker vor ihm. Es wird allgemein erwartet, dass er 2021 zurücktritt. „Abe will offensichtlich ein offenes Rennen starten zur Bestimmung des nächsten oder gar auch schon des übernächsten Regierungschefs“, kommentierte der Börsenexperte Yoshimasa Maruyama die Kabinettsumbildung.

          Besondere Aufmerksamkeit bekam dabei die Beförderung von Shinjiro Koizumi, derzeit unbestritten der Liebling der Medien in der japanischen Politik. Unter anderem wurde über seine Hochzeit mit einer Fernsehmoderatorin in jeder Einzelheit berichtet, verkündet wurde diese im Büro des Regierungschefs. Relativ wenig bekannt ist dagegen über die politischen Einstellungen des 38 Jahre alten Mannes. Er ist der drittjüngste Minister in der Geschichte Japans, wo eigentlich Alter nicht nur in der Politik als eines der entscheidenden Merkmale bei Beförderungen gilt.

          Neuer Außenminister des Landes wird Toshimitsu Motegi, auch er wurde nach Ansicht von Beobachtern durch seine Ernennung in eine aussichtsreiche Position für den Kampf um die Abe-Nachfolge gehoben. Der 63 Jahre alte Politiker hatte als großen Erfolg erst unlängst ein Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten vereinbart. Er übernimmt das Amt von Taro Kono, der nun Verteidigungsminister wird. Abseits der Politik, wo er als Hardliner gilt, macht Kono immer mal wieder über seine Aktivitäten in sozialen Netzwerken von sich reden – er gibt auch schon mal Beziehungstipps.

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