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Referendum in Syrien : Assad will Zeit gewinnen

  • -Aktualisiert am

Assad gab seine Stimme in Begleitung seiner Frau Asma ab Bild: dpa

Die EU-Außenminister wollen weitere, schärfere Sanktionen gegen das syrische Regime beschließen. Sie glauben nicht mehr, dass Assad wirklich reformieren will.

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          In der Hauptstadt Damaskus und in dem stark von religiösen und ethnischen Minderheiten geprägten Aleppo im Norden Syriens hat Präsident Baschar al Assad noch viele Anhänger. Auf sie setzte er bei dem Verfassungsreferendum am Wochenende. Er versuchte damit, Zeit zu gewinnen und sich - zumal in den Augen der Verbündeten Russland und China - als gutwilliger Reformer darzustellen, dessen Veränderungspläne durch rebellische Gewalttäter verhindert würden.

          Doch die syrische Opposition glaubt dem Präsidenten schon lange nicht mehr und bezeichnet die vorgeschlagenen Verfassungsänderungen als Täuschungsmanöver, die Abstimmung gar als Farce. Tatsächlich sollen allein in Homs fast hundert Menschen getötet worden sein, während das Referendum lief. Und auch in anderen Städten herrschte keine Ruhe. An diesem Montag wollen die Außenminister der Europäischen Union in Brüssel weitere, schärfere Sanktionen gegen das syrische Regime beschließen. Auch sie glauben nicht mehr, dass Assad wirklich reformieren will, sondern sehen im Referendum einen weiteren Versuch, die Macht zu bewahren.

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