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Rede vor EU-Parlament : Peres will Intervention der Arabischen Liga in Syrien

  • Aktualisiert am

Schimon Peres und der Präsident des Europaparlaments Martin Schulz (rechts) Bild: dpa

Israels Präsident Schimon Peres hat eine militärische Intervention der Arabischen Liga in Syrien gefordert. Die Vereinten Nationen sollten sie unterstützen, eine solche Blauhelm-Truppe zu bilden, sagte Peres vor dem Europaparlament.

          Israels Präsident Schimon Peres hat eine militärische Intervention der Arabischen Liga in Syrien gefordert. Die Vereinten Nationen sollten die Arabische Liga unterstützen, eine solche Blauhelm-Truppe zu bilden, sagte Peres am Dienstag vor dem Europaparlament in Straßburg. Die Arabische Liga „kann und sollte eine provisorische Regierung in Syrien bilden und dem Massaker ein Ende bereiten“, sagte Peres. Sie müsse verhindern, dass Syrien auseinanderbricht. Das Eingreifen westlicher Streitkräfte könnte hingegen in Syrien als Einmischung empfunden werden.

          Die freie Welt dürfe nicht dabei zusehen, wie der syrische
          Präsident Baschar al Assad Massaker an seinem eigenen Volk verübe,
          mahnte Peres. „Dies bricht unser aller Herzen.“ Assad habe heimlich
          eine nukleare Anlage und ein Arsenal von chemischen Waffen bauen
          lassen. Während die Atomanlage rechtzeitig zerstört worden sei,
          seien die chemischen noch immer seinen Händen. Diese „schreckliche
          Gefahr“ bedrohe das syrische Volk, die gesamte Region und sogar
          Europa.






          Peres: Frieden mit Palästinensern schnell möglich

          Peres äußerte sich zugleich optimistisch zu einem Friedensprozess mit den Palästinensern. „Ich glaube, dass Frieden in relativ kurzer Zeit erreicht werden kann“, sagte Peres in Straßburg. Der Friedensprozess mit den Palästinensern habe bereits „einen vereinbarten Anfang und eine vereinbarte Lösung: zwei Staaten für zwei Nationen“. EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) begrüßte Peres als einen Mann „mit visionärem Mut“. „Wir möchten alle erleben, dass beide Völker nebeneinander in zwei demokratischen Staaten in sicheren Grenzen leben“, sagte Schulz.

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