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Rechtsradikale in Frankreich : Ausgrenzung kann helfen

Marine Le Pen ist seit 2011 Parteivorsitzende der rechtsextremen Partei Rassemblement National Bild: AFP

Durch strikte Abgrenzung oder gezieltes Umwerben versuchen Frankreichs Rechtsbürgerliche die Le-Pen-Partei klein zu halten – für die Debatte über „bürgerliche“ Bündnisse in Deutschland verspricht das wichtige Erkenntnisse.

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          Für die Debatte über „bürgerliche“ Bündnisse zwischen AfD und CDU/CSU verspricht ein Blick nach Frankreich wichtige Erkenntnisse. Die französische Schwesterpartei von CDU/CSU, die seit 2015 den Namen Les Républicains (LR) führt, streitet seit gut zwei Jahrzehnten über den Umgang mit einer starken Kraft am rechten Rand.

          Michaela Wiegel

          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          Der Einwand, dass die AfD anders als der in seiner Gründungsphase neofaschistisch inspirierte Front National (heute: Rassemblement National) andere Entstehungsmotive hatte, fällt angesichts des europäischen Bündnisses der beiden Parteien in der Fraktion „Identität und Demokratie“ kaum noch ins Gewicht. Unter der Führung Marine Le Pens seit 2011 hat die Partei politische Salonfähigkeit erreicht und geht strikt gegen antisemitische und rechtsradikale Mitglieder vor.

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