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Rechtsextreme Parteichefin : Le Pens Wille zur Macht

Vorhang auf, hier komme ich: Marine Le Pen gibt im Juni ihre Stimme bei den Regionalwahlen ab. Bild: AFP

Marine Le Pen versagt sich die radikalen Parolen ihres Vaters und redet von Feminismus. Kann sie so Präsidentin werden? Eine Reportage.

          7 Min.

          An schönen Tagen kann man von der Dachterrasse des Kongresszentrums in Perpignan die Bergkette der Pyrenäen erspähen. Doch heute hängen dichte Wolken am Sommerhimmel. Ma­rine Le Pen strahlt dennoch über das ganze Gesicht. Sie hat 35 Frauen um sich versammelt, die neu ins Conseil national, den erweiterten Parteivorstand, gewählt wurden. „Lächeln“, ruft Le Pen, und der Parteifotograf verewigt die Szene. So viele Frauen gab es noch nie in dem Gremium des rechtsextremen Rassemblement National (RN).

          Michaela Wiegel
          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          „Das ist ein Zeichen der Reife und der Diversität unserer Bewegung, über das ich mich sehr freue“, sagt die 52 Jahre alte Parteivorsitzende. Das Loblied auf feminine Power war bislang nicht ihr Markenzeichen. Neun Monate vor den Präsidentenwahlen hat sich Marine Le Pen entschlossen, die Frauenkarte auszuspielen.

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