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Reaktor zwei in Fukushima : Nur 60 Zentimeter Wasser

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Das zerstörte Reaktorgebäude des japanischen Kernkraftwerks Fukushima: Dort war es zur Kernschmelze gekommen Bild: dpa

Der Kraftwerksbetreiber Tepco veröffentlicht erstmals Einzelheiten aus dem Inneren des Kraftwerks Fukushima. Lecks führen dazu, dass der Stand des Kühlwasser im Druckbehälters des Reaktors deutlich niedriger ist als bislang angenommen.

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          Der Stand des Kühlwassers des Druck behälters in Reaktor 2 des havarierten Atomkraftwerks Fukushima ist deutlich niedriger als bislang angenommen. Wie die Betreibergesellschaft, die Tokyo Electric Power (Tepco), in Tokio mitteilte, stehe das Wasser in dem Behälter nur 60 Zentimeter hoch.

          Ein Sprecher des Unternehmens meinte am Dienstag, der niedrige Wasserstand sei vermutlich auf Lecks im Druckbehälter zurückzuführen. Um herauszufinden, wo das Kühlwasser abfließe, seien weitere Untersuchungen notwendig. Gleichzeitig beruhigte der Tepco-Sprecher mit dem Hinweis, dass die Wassertemperatur in Reaktor 2 bei 48,5 bis 50 Grad liege.

          Reaktor 2 ist der erste der havarierten Reaktoren, in dem es zur Kernschmelze gekommen war. Dort hat sich Tepco mit einem Endoskop jetzt ein konkreteres Bild der Lage gemacht. Tepco und die japanische Regierung glauben, dass es in den Reaktoren 1 bis 3 nach dem Ausfall der Kühlwasserpumpen infolge des Erdbebens und des Tsunamis zur Kernschmelze gekommen ist.

          Das Wasser, das sich am Boden gesammelt hat, sei klar, hieß es weiter. Allerdings seien Ablagerungen zu erkennen. Dabei könne es sich um abgeblätterte Farbe handeln, auch um Rost, sagte der Sprecher von Tepco. Er hielt es für unwahrscheinlich, dass es sich bei den Ablagerungen um Teile von geschmolzenen Kernbrennstäben handele. Das Unternehmen will den Reaktor jetzt weiter untersuchen, um die vielen noch offenen Fragen zu klären.

          Belastetes Kühlwasser in den Pazifischen Ozean gelangt

          Mitte Januar hatte Tepco den Reaktor bereits mit einem größeren Endoskop untersucht. Wie hoch der Wasserstand damals gewesen sei, konnte das Unternehmen jetzt nicht sagen. Es teilte aber mit, dass mehr als 120 Tonnen mit Strontium belastetes Wasser aus Lecks im Kühlsystem der Reaktoren 1 bis 3 abgeflossen seien. Ein Teil davon sei auch in den Pazifischen Ozean gelangt.

          Tepco und Japans Regierung hatten bereits im Dezember behauptet, das Atomkraftwerk in Fukushima befinde sich im Zustand der geregelten, „kalten Abschaltung“. Meldungen über gestiegene Temperaturen oder jetzt auch über niedrige Wasserstände, nähren aber Zweifel daran, ob die Lage wirklich so unter Kontrolle ist, wie von Tepco und Regierung immer wieder behauptet wird.

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