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Reaktionen auf Tanker-Angriffe : Mit unerbittlicher Unentschiedenheit

Er will offenbar keinen Krieg mit Iran: Amerikas Präsident Donald Trump Bild: EPA

Ein weiteres Mal überziehen Washington und Teheran einander mit Vorwürfen. Aber einen Krieg strebt Trump nach dem jüngsten Vorfall im Golf offenbar nicht an. Derweil heißt es, dass Iran angeblich das Abschleppen der Tanker verhindert.

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          Mike Pompeo verzichtete auf jedwede Vorrede, als er den Briefing-Raum des State Department betrat. Es sei die Einschätzung der amerikanischen Regierung, dass Iran für die Angriffe auf die Tankschiffe im Golf von Oman verantwortlich sei. Diese Einschätzung, sagte der Außenminister weiter, basiere auf „nachrichtendienstlichen Erkenntnissen, den eingesetzten Kampfmitteln, der Fachkenntnis, die für einen solchen Einsatz nötig ist, ähnlichen Angriffen auf Seefrachter durch Iran in jüngster Zeit und der Tatsache, dass keine mit Iran verbündete Miliz oder Terrorgruppe in der Region die Mittel und Fähigkeit hat, mit einem so hohen Maß an Raffinesse in Aktion zu treten“. Diese Angriffe, die ohne jede Provokation erfolgt seien, stellten eine eindeutige Bedrohung für den internationalen Frieden und die Sicherheit dar.

          Christoph Ehrhardt
          Korrespondent für die arabischen Länder mit Sitz in Beirut.
          Majid Sattar
          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Absolute Stille im Saal. Was würde nun folgen? Gemessen an der Schwere des Vorwurfs und gemessen auch an früheren Reaktionen Washingtons auf Provokationen Teherans, waren die Konsequenzen, die Pompeo am Donnerstagnachmittag in der ersten offiziellen Reaktion der Trump-Regierung ausbreitete, moderater Natur: Er habe seine Ständige Vertretung in New York angewiesen, das Thema im UN-Sicherheitsrat zu behandeln.

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