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Rassismusdebatte in Amerika : Pentagon verbannt Südstaatenflagge

  • Aktualisiert am

Eine Konföderiertenflagge und ein Werbeplakat für Donald Trump im Juli in Sandstone Bild: Reuters

Die Fahne der Konföderierten steht nicht mehr auf einer Liste der in Militärstützpunkten erlaubten Flaggen. Damit widersetzt sich Verteidigungsminister Esper dem Präsidenten ohne ihm offen zu widersprechen.

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          Das amerikanische Verteidigungsministerium will gegen den Willen von Präsident Donald Trump das Hissen der Konföderiertenfahne in militärischen Einrichtungen abschaffen. Mit einer vorsichtig formulierten Anweisung, in der das Wort „Verbot“ vermieden wird, solle ein offener Widerspruch zu Trump umgangen werden, erklärten Gewährsleute der Nachrichtenagentur AP zu einem Memo, das Verteidigungsminister Mark Esper am Donnerstag unterzeichnete.

          In dem Memo werden alle Arten von Fahnen aufgelistet, die in Militäreinrichtungen gezeigt werden dürfen. Die Südstaatenfahne – insbesondere für Afroamerikaner Symbol für Sklaverei und Unterdrückung – wird in dieser Liste nicht aufgeführt. Sie ist damit nicht mehr erlaubt, wobei ein ausdrückliches Verbot nicht formuliert wird.

          „Wir müssen immer auf das konzentriert bleiben, was uns eint, unseren geschworenen Eid auf die Verfassung und unsere gemeinsame Pflicht, die Nation zu verteidigen“, heißt es in Espers Memo. „Die Fahnen, die wir zeigen, müssen in Übereinstimmung sein mit den militärischen Geboten guter Ordnung und Disziplin, alle unsere Menschen mit Würde und Respekt zu behandeln, und spaltende Symbole zurückzuweisen.“

          Trump hat das Hissen der Konföderiertenfahne verteidigt und es abgelehnt, nach Südstaatenoffizieren benannte Stützpunkte umzubenennen. Seit dem Tod George Floyds durch einen weißen Polizisten im Mai sind Konföderiertendenkmäler und andere Symbole in mehreren Städten zu Brennpunkten antirassistischer Proteste geworden.

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