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Jemen : Ranghoher Anführer der Houthi-Rebellen getötet

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Sammads Tod ist für die Rebellen ein schwerer Schlag. Er war einer der Wortführer der Huthi-Rebellen in der Öffentlichkeit. Bild: AFP

Der politische Führer der schiitischen Houthi-Rebellen im Jemen ist bei einem Luftschlag getötet worden. Der Angriff geht auf das Konto der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition.

          Die Houthi-Rebellen im Jemen haben ihren politischen Führer bei einem Angriff verloren. Die Rebellen gaben am Montag den Tod des Chefs ihres Obersten Politischen Rats, Saleh al-Sammad, bekannt. Er sei vergangene Woche bei einem Luftangriff der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition in der Provinz Hodeida „zum Märtyrer geworden“, hieß es in einer Erklärung der Houthi-Rebellen, die die Nachrichtenagentur Saba verbreitete.

          Sammads Tod ist für die Rebellen ein schwerer Schlag. Er war einer der Wortführer der Houthi-Rebellen in der Öffentlichkeit. Der Oberste Führer und Namensgeber der Rebellen, Abdel Malek al-Huthi, tritt nur selten selbst auf. Er kultiviert eher das Image eines spirituellen Führers. Zu Sammads Tod äußerte al-Houthi sich mit den Worten: „Dieses Verbrechen wird nicht ohne Antwort bleiben.“

          Sammad hatte das laufende Jahr kürzlich zum „Jahr der Raketen“ erklärt. Damit spielte er auf die Raketenangriffe seiner Gruppierung gegen Saudi-Arabien an. Seit November schossen die Houthis mehrere Raketen auf das Nachbarland ab, die dort aber jeweils abgefangen wurden.

          Die schiitischen Houthi-Rebellen beherrschen seit Jahren weite Teile im Norden und Westen des Jemen. Die saudiarabisch dominierte Militärkoalition kämpft seit 2015 im Jemen gegen die Houthi-Rebellen. Seit Beginn des Konflikts wurden fast 10.000 Menschen getötet.

          Hinter dem Jemen-Krieg steht ein Stellvertreterkonflikt der rivalisierenden Regionalmächte Iran und Saudi-Arabien. Riad wirft Teheran vor, die Aufständischen im Jemen militärisch zu unterstützen und sie mit Waffen auszurüsten. Die iranische Regierung weist dies zurück.

          Bei einem Luftangriff auf eine Hochzeitsgesellschaft im Jemen wurden nach Angaben vom Montag dutzende Menschen getötet. Die Attacke ereignete sich demnach am Sonntagabend in der von Houthi-Rebellen kontrollierten Ortschaft Bani Kais im Nordwesten des Landes. Die Rebellen machten die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition für den Luftangriff verantwortlich.

          Rettungsteams und ein Behördenvertreter sprachen gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von mindestens 23 Toten und 36 Verletzten. Der Houthi-Fernsehsender Al-Masirah sprach sogar von 33 Getöteten. Ein Sprecher der saudiarabisch geführten Militärkoalition wollte sich auf Anfrage zunächst nicht äußern.

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