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Nordkoreas Raketentests : Routinierte Reaktionen auf Drohkulisse

  • -Aktualisiert am

Die Regierungssprecher in den Nachbarstaaten Nordkoreas sind gut vorbereitet. Wenn Kim Jong-un wieder einmal eine Rakete testen lässt, folgen eingeübte Reaktionen.

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          Die Regierungssprecher in den Nachbarstaaten Nordkoreas sind gut vorbereitet. Immer dann, wenn Kim Jong-un wieder einmal eine Rakete testen lässt, folgen die eingeübten Reaktionen. Südkorea beruft den nationalen Sicherheitsrat ein und warnt vor weiteren Provokationen. Japan liebt es eine Tonlage lauter und kündigt jetzt „konkrete Schritte“ an.

          Die Amerikaner sagen, Nordkorea verstoße gegen UN-Resolutionen und man müsse das Problem nun wirklich angehen. Und China mahnt alle Beteiligten zur Ruhe. So weit, so vorhersehbar. Derweil verbessert das Regime in Pjöngjang sein militärisches Arsenal stetig. Zwar kann man sicher sein, dass die nordkoreanische Propaganda die eigenen Fähigkeiten größer macht, als sie sind. Aber auch hier gilt: Steter Tropfen höhlt den Stein.

          Wie lange will die Welt Kim Jong-un noch gewähren lassen? Die unwahrscheinlichste Antwort: Man lässt ihn unfassbar viel Geld verschwenden und untergräbt auf diese Weise die Stabilität des Regimes. Andererseits: In Nordkorea gibt es so viel Aberwitziges. Da würde dieses Szenario fast ins Bild passen.

          Peter Sturm
          Redakteur in der Politik, zuständig für „Politische Bücher“.

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