https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/raketenprogramm-iran-schickt-affen-ins-all-12042192.html

Raketenprogramm : Iran schickt Affen ins All

  • Aktualisiert am

Dieses Bild vor dem angeblichen Raketenstart verbreitetet der iranische Fernsehsender Al Alam. Bild: AFP

Iran soll einen Affen erfolgreich in einer Raumkapsel ins All geschossen haben. Westliche Regierungen befürchten, Teheran entwickelt Langstreckenraketen.

          1 Min.

          Iran hat nach eigenen Angaben einen Affen erfolgreich ins All geschickt. Wie der staatliche Fernsehsender Al Alam am Montag unter Berufung auf das Verteidigungsministerium berichtete, wurde der Affe in der Raumkapsel „Pischgam“ („Pionier“) bis in eine Höhe von 120 Kilometern ins All gebracht; er kehrte demnach „unbeschadet“ zur Erde zurück. Die Verwaltung der Raumfahrt ist dem iranischen Verteidigungsministerium angegliedert.

          Über die Planungen für einen Raumflug mit einem Affen hatten die iranischen Medien in den vergangenen Wochen wiederholt berichtet. Der Starttermin sollte demnach zwischen dem 31. Januar und 10. Februar liegen - gleichzeitig mit den Feierlichkeiten zum 34. Jahrestag der islamischen Revolution von 1979. Laut den Medienberichten sollte der kurze Ausflug des Affen ins All Irans ersten bemannten Raumflug vorbereiten. Dieser soll nach den Worten von Präsident Mahmud Ahmadineschad bis spätestens 2020 stattfinden.

          Ein erster Versuch gescheitert

          Iran hatte bereits im Februar 2010 eine Ratte, Schildkröten sowie Insekten erfolgreich mit einer Kapsel ins All geschickt. Ein erster Versuch mit einem Affen im Jahr darauf schlug allerdings fehl, wie die Behörden indirekt und ohne Angabe von Gründen eingestanden.

          Iranische Raketenstarts werden vom Westen generell mit Skepsis verfolgt. Westliche Regierungen befürchten, dass Teheran trotz zahlreicher Dementis an einem Atomwaffenprogramm und dafür an der Entwicklung von Langstreckenraketen arbeitet. Auch das iranische Satellitenprogramm stößt deshalb auf Kritik: Zuletzt hatte Iran am 3. Februar 2012 einen 50 Kilogramm schweren Beobachtungssatelliten mit einer Rakete ins All geschickt.

          Weitere Themen

          Einmal gesund werden, bitte

          Streit um Gesundheitksioske : Einmal gesund werden, bitte

          Karl Lauterbach will, dass bundesweit Hunderte Gesundheitskioske entstehen. Ihr Nutzen ist umstritten, viele Kassen wollen das Geld lieber anders ausgeben. Ein Modellprojekt bangt schon um seine Zukunft.

          Topmeldungen

          Ein pensionierter Sportlehrer leitet den Kurs „Fit im Alter“ im Gesundheitskiosk Hamburg-Billstedt.

          Streit um Gesundheitksioske : Einmal gesund werden, bitte

          Karl Lauterbach will, dass bundesweit Hunderte Gesundheitskioske entstehen. Ihr Nutzen ist umstritten, viele Kassen wollen das Geld lieber anders ausgeben. Ein Modellprojekt bangt schon um seine Zukunft.
          Stahlproduktion in Duisburg

          Wirtschaftslage in Deutschland : Wie schlimm wird die Rezession?

          Die deutsche Wirtschaft kommt trotz Energiekrise ohne katastrophale Schäden durch die kommenden Monate, versprechen Forscher. Doch in den Unternehmen geht die Angst um.
          Verena Hubertz, 34, ist stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD im Bundestag.

          Verena Hubertz : Plötzlich mächtig

          Gerade hat Verena Hubertz ein Start-up gegründet. Nun ist sie die wichtigste Wirtschaftspolitikerin der Kanzlerpartei. Eine Karriere mit Giga-Geschwindigkeit.
          Pflicht erfüllt: Lionel Messi und Argentinien gewinnen gegen „El Tri“ aus Mexiko.

          2:0 gegen Mexiko : Argentinien wendet vorzeitiges Aus ab

          Superstar Lionel Messi führt Argentinien zum dringend benötigten Sieg über Mexiko. Der Superstar macht für die „Albiceleste“ den Unterschied. Weltklasse ist aber nur die Stimmung auf den Rängen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.