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Proteste von Al-Sadr-Anhängern : Raketenangriffe auf Grüne Zone in Bagdad

  • Aktualisiert am

Anhänger des einflussreichen schiitischen Geistlichen Muktada al-Sadr stoßen am 28. September bei einer Demonstration auf der Jumhuriya-Brücke, die zur Grünen Zone in Bagdad führt, mit der Polizei zusammen. Bild: dpa

Nach einem Raketenangriff auf Bagdad gibt es sieben Verletzte. Zu weiteren Verwundeten kam es während der andauernden heftigen Proteste der Anhänger des schiitischen Geistlichen Muktada al-Sadr.

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          Der Machtkampf im Irak spitzt sich weiter zu: Bei einem Raketenangriff auf die hoch gesicherte Grüne Zone in Iraks Hauptstadt Bagdad sind Sicherheitskräften zufolge sieben Menschen verletzt worden. Auch in der Nähe des Parlamentsgebäudes sei eine Katjuscha-Rakete eingeschlagen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur INA am Mittwoch. Bei Protesten in der Stadt wurden zudem elf Zivilisten und mehr als Hundert Sicherheitskräfte verletzt, wie Sicherheitskräfte mitteilten. Hunderte Anhänger des einflussreichen schiitischen Geistlichen Muktada al-Sadr demonstrierten, um eine Parlamentssitzung zu blockieren.

          Dabei sollten die Abgeordneten über den Rücktritt des Parlamentschefs Mohammed al-Halbusi entscheiden, der Al-Sadr nahesteht. Al-Sadr liefert sich seit Monaten einen Machtkampf mit seinen schiitischen Konkurrenten, die mit Iran verbündet sind. Seit der Parlamentswahl vor fast einem Jahr ist das ölreiche Land ohne Regierung. Nach zum Teil tödlichen Zusammenstößen in Bagdad hatten Al-Halbusi und Al-Sadr die Auflösung des Parlaments und abermalige Wahlen gefordert. Al-Sadrs Gegner berufen sich dagegen auf die Verfassung und verlangen, es müsse eine Regierung gebildet werden.

          Weil Al-Sadr keine Mehrheit im Parlament für seine Ziele erreichen konnte, setzt er auf den Druck der Straße. Immer wieder kommt es im Irak bei Protesten zu heftigen Zusammenstößen. Im Juli setzte das Parlament seine Arbeit aus, nachdem Demonstranten das Parlamentsgebäude gestürmt hatten.

          Mehrere Demonstranten warfen am Mittwoch Augenzeugen zufolge Steine auf Sicherheitskräfte. Bei den Auseinandersetzungen sollen demnach auch Demonstranten verletzt worden sein. Die Abgeordneten des Parlaments sprachen Parlamentschef Al-Halbusi derweil ihr Vertrauen aus.

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